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7. XXL Paddelfestival

Am 4. und 5. Mai hat wieder das XXL Paddelfestival in Markkleeberg stattgefungen. Bei der bereits 7. Auflage des Events nutzten zahlreiche Paddler die Gelegenheit, um neues Material auf dem künstlich angelegten Kanupark zu testen, oder einfach nur so Boot zu fahren. Zahlreiche Aussteller präsentierten den Teilnehmern Boote, Paddel und Zubehör. Diverse Boote und Paddel sind zum Testen angeboten worden.

Natürlich war auch der KCWD mit von der Partie. Wurden wir in den vergangenen Jahren mit Sonnenschein verwöhnt, so mussten wir am Samstagmorgen bei Schneeregen und ca. 3°C Außentemperatur die Paddelmontur anziehen. Trotz der wiedrigen Umstände wurde so manche Runde auf dem Wildwasserkanal gedreht.

Am Sonntag gab es dann auch Sonnenschein und so konnten die jungen Paddler am Morgen ihr Können bei der Palm Junior Trophy unter Beweis stellen. Bei dem Rennen im Zielbecken der Wildwasserstrecke können Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 14 Jahren antreten. Für den KCWD gehen hier Mads und Maxi an den Start

Mads konnte, durch ein geschicktes Manöver an der Wendeboje, den 2. Platz erpaddeln. Dicht gefolgt von Maxi auf Platz 3.

Nach dem Rennen startete auch der normale Betrieb.

Jonathan bricht durch die Wellen
geteilte Freude ist doppelte Freude und so…
raketengleich fliegt Maxi durch den Kanal

Die zahlreichen Wellen und Stufen des Kanals eignen sich perfekt um die Paddeltechnik zu verfeinern. Auch das Boofen, eine Technik mit der die Bootsspitze angehoben wird, kann unter optimalen Bedingungen geübt werden.

Daniel hebt die Bootsspitze an, um sie auf den Schaumberg der Welle zu schieben.
Patrick booft über einen Abweiser im Jugendkanal
Kanuten auf Abwegen testen, ob Rafting auch Spaß macht
Die Eskimorolle funktioniert zwar nicht, aber gute Laune haben die Zwei trotzdem, ebenso wie die Schaulustigen

Resümee des Wochenendes: Das Paddelfestival in Markkleeberg ist auch bei doofem Wetter eine Reise wert.

WM-Qualifikation – Nele macht das Ticket zur Freestyle WM in Spanien klar

Im bayrischen Plattling fanden die offene süddeutsche Meisterschaft und die deutsche WM-Qualifikation im Kanu Freestyle statt. Mit verschiedenen Tricks, Drehungen und Überschlägen nahmen auch die 15-jährige Nele Barwich und ihr 11-jähriger Bruder Mads Barwich vom Kanu Club Wiedenbrück-Rheda daran teil.

Nele kämpft mit den wilden Wassern der Plattlinger Welle.
Mads surft die Welle ab.

Nachdem sie im letzten Jahr die EM-Qualifikation 2018 nur hauchdünn verpasst hatte, war es Neles Ziel, sich für die diesjährige Weltmeisterschaft im spanischen Sort in den Pyrenäen zu qualifizieren. Mit Maximilian Benteler machte ein weiterer junger Wiedenbrücker Kanute seine ersten Freestyle-Erfahrungen im Wildwasser der Plattlinger Isarwelle. Über eine Woche hatten die Emspaddler zusammen mit anderen Sportlern der deutschen Freestyle Szene bei gutem Wetter trainiert und dazu gelernt, bevor es galt das Gelernte im Wettkampf umzusetzen. Beim Kanu Freestyle geht es darum, mit kurzen Booten in einer Welle Tricks in verschiedenen Schwierigkeitsgraden auszuführen. Im Vorlauf zeigte Nele zwei Spins, 360 Grad Drehungen und einen Air Loop, einen Überschlag, bei dem das Boot und Paddler das Wasser für einen Moment komplett verlassen.

Nele setzt zum Air Loop an.
Auch Mads drückt den roten Shooting Star tief in den Schaum, um in die richtige Absprungposition zu kommen.

Mads Barwich fuhr ebenfalls eine Kombination aus Spins und Shuvits, 180 Grad Drehungen und einem Loop. Trotz einer soliden Leistung im Vorlauf musste sich der 11-jährige den meist weitaus älteren Junioren bis 18 Jahren geschlagen geben und belegte Platz 14. Damit verpasste er das Halbfinale der 10 besten Junioren, war aber bester Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen.

Seine Schwester jedoch durfte mit 130 Punkten aus den beiden Vorläufen weiter von einem Platz im Nationalteam und der Teilnahme an der Weltmeisterschaft träumen.

Konzentrationsphase vor dem Rennen – Die Spannung steigt.

Das Finale entpuppte sich als Kopf an Kopf Rennen und bescherte der Wiedenbrückerin letztlich den dritten Platz, was die sichere Teilnahme an der Weltmeisterschaft bedeutete.

Sie musste sich nur ihrer Teamkollegin Anica Schacher von den Ulmer Paddlern und der erst 13-jährigen Pforzheimerin Ida Wellensiek geschlagen geben. Da Ida jedoch noch zu jung für die Teilnahme an der WM ist, werden nun Anica Schacher aus Ulm, Nele Barwich aus Wiedenbrück und Merle Hauser aus Pfalz die Reise nach Spanien antreten.

Deutschlands Juniorinnen Team für die Kanufreestyle-Weltmeisterschaften 2019 im spanischen Sort: v.l. Annica Schacher (Ulmer Paddler), Nele Barwich (Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda), Merle Hauser (KSR Südwest)

Die drei Juniorinnen qualifizierten sich jeweils mit 173,33, 110 und 106,67 Punkten im besten Lauf des Finales für das deutsche Nationalteam der weiblichen Juniorinnen.

https://www.kanu-freestyle.info/nationalteam/

Nun laufen die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft auf Hochtouren. Diverse Formalitäten, die Beschaffung der Teamkleidung und die Anmeldung bei der internationalen Antidopingbehörde WADA sowie die Finanzierung muss von zu Hause geklärt werden. Da die Beurlaubung von der Schule bereits vorliegt, kann es schon Ende Mai zum ersten Trainingslager mit dem Nationalteam in der Welle in Sort gehen. Vom 29.06. bis zum 06.07.2019 findet dann die Weltmeisterschaft statt. Zusätzlich gibt es ein Nationentraining in der Woche vor dem Wettkampf. Am 02.07.2019 startet dann Neles WM-Auftritt auf dem Noguera Pallaresa. Natürlich wird vorher auch zu Hause auf der Ems und in der näheren Umgebung, zum Beispiel auf der Ruhrwelle in Neheim, in Lippstadt und Hohenlimburg für das bevorstehende Sommererlebnis in Spanien trainiert, um sich mit den besten jungen Kanutinnen der Welt zu messen.

Weitere Infos unter:

https://www.canoeicf.com/canoe-freestyle-world-championships/sort-2019

Fotos: Rüdiger Hauser und Stefan Barwich

Text: Nele und Stefan Barwich

Sportlerehrung und Tag des Sports

Am 31.03.2019 lud die Stadt und der Stadtsportverband zum Tag des Sports und zur Sportlerehrung in die Mensa der Osterrath-Realschule ein. Stark vertreten war auch dieses Jahr wieder der Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda e.V.. So hatten einige Kanutenfamilien das Deutsche Sportabzeichen erkämpft und sich somit die begehrte Familienfreibadkarten für das Jahr 2019 gesichert.

Das neue Format der Veranstaltung bot einerseits einen feierlichen Rahmen für die Ehrungen, aber gleichfalls eine lockere Atmosphäre mit Gesprächen zwischen Sportlern, Eltern, Ehrenamtlichen sowie Politik und Verwaltung. Auch die Verpflegung war vorzüglich. In diesem Umfeld hatte der KCWD die Gelegenheit, sich durch eine kleine Ausstellung zu den Vereinsaktivitäten und auch im Interview mit Annette Ahn vom Stadtsportverband zu präsentieren. Begeisterung für den Kanusport wurde bei den anderen Sportlern und Gästen aber auch durch einige Vorführungen auf der Bühne und einen Film über die Vereinsaktivitäten geweckt.

Wiedenbrücker Kanuten sind das Improvisieren gewöhnt. “Kanusport mal ohne Wasser” live auf der Bühne.

Am Nachmittag standen dann die erfolgreichsten Sportler aus Rheda-Wiedenbrück bei der Sporlerehrung im Fokus. “Sie als Sportlerlerinnen und Sportler sind Aushängeschilder der Sportstadt Rheda-Wiedenbrück bei Wettkämpfen auf nationaler und internationaler Ebene und – genauso wichtig – sind Sie als Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen im eigenen Verein”, rief der Bürgermeister Theo Mettenborg den ausgezeichneten Sportlern zu. Bei den Ehrungen war der KCWD aber gerade mit seinen jüngsten Sportlern vertreten. Die Freestylekids wurden gleich rudelweise vom Bürgermeister und der Stadtsportverbandsvorsitzenden für ihre Erfolge 2018 im Kanufreestyle geehrt.

Ben Gehlhaar erhielt die Ehrenplakette in Gold für den Sieg in der Gesamtwertung beim deutschen Schüler Cup.
Die Ehrenplakette in Silber erhalten Ben Haase, Mads und Nele Barwich.
Noah Haase und …
Jannes Gehlhaar erhalten die Ehrenplakette in Bronze aus den Händen des Bürgermeisters.
Jannes präsentiert stolz den gläsernen Pokal.
Gruppenbild der erfolgreichen Kanuten mit Bürgermeister Theo Mettenborg und der Stadtsportverbandsvorsitzenden Annette Ahn.

Dass Kanusport zumindest in Rheda-Wiedenbrück keine Randsportart ist, zeigte sich daran, dass die Paddler im Kreise der zu ehrenden Fußballern, Turner und Rettungsschwimmer doch zahlenmäßig stark vertreten waren.

Text und Fotos: Stefan Barwich und Henning Hoheisel

Schwarzwaldwochenende

Montags nachmittags es hatte das ganze Wochenende geregnet und die Woche sollte auch nicht besser werden schreib einen der Patrick an: „Ey was machst du am Wochenende? Die Murg könnte laufen Fynn und ich wollen los“. Es regnete weiter, der Pegel sollte gut werden also machen sich Nico, Patrick und Fynn am Freitag auf den Weg nach Frankfurt. Unterwegs stieg die Prognose für den Murg Pegel jedoch sehr stark auf fast 300cm an. Sodass schon auf der Fahr klar war, die Murg am Samstag das wird wahrscheinlich nix, aber man war ja unterwegs. Bei Schnitzel und Bier wurde dann der Plan gefasst, dass man erst zum Geroldsauer Wasserfall fährt und dann weiter schaut. Gibt ja auch noch andere Flüsse im Schwarzwald.

Nico in beim Boof
Fynn im Flug

Nach mehrfacher Befahrung des Geroldsauer wurde entschieden, jetzt in die Murg zu schauen. Dort wurde der Pegel für die untere als machbar eingeschätzt. Nach dem ersten Wehr wurde entschieden, dass der Pegel doch etwas zu hoch ist und da keiner den Bach so richtig gut kannte hier Schluss ist. Der Hundsbach soll ja auch ganz nett sein und die Zeit reichte auch noch.

Auf dem Weg wurde ein Blick in die mittlere Murg geworfen. Dies führte zu fragenden Gesichtern, da kaum Wasser im Bachbett war. Andere Paddler konnte dann aufklären. Das Wehr in Kirschbaumwasen war komplett geöffnet und jetzt geschlossen in einer halben Stunde würde das Wasser überlaufen und man hätte eine hohen aber guten Pegel.

Also dann wieder umentschieden und zum Einstig der Mittleren.

Patrick und Nico am Einstieg

Dort lief dann jedoch mehr Wasser als gedacht über die Wehr. Dank Ortskundigem Vorfahrer Steffen und einem Hohen Pegel wurde es eine rasante spaßige Fahrt. Danke nochmal fürs Vorfahren und Ansagen der Kernstellen. Allerdings waren alle zu sehr damit beschäftigt, um die Löcher zu manövrieren, sodass keine Zeit für Fotos blieb.

Am Nächsten morgen zeigte sich der Schwarzwald von seiner sonnigen Seite. Der Pegel der Murg war zurück gegangen sodass einem weiteren Tag Paddeln nichts im Wege stand. Das wollten sich auch Claas und der ehemalige Gütersloher Nico nicht entgehen lassen. Die Paddelsachen waren inzwischen von der Sonne getrocknet, sodass bei sonnigem Wetter und deutlich weniger Wasser die Mittlere und Untere Murg in Angriff genommen werden konnten.

Patrick am Einstieg
Patrick beim Surfen