Kanufahren, speziell Kanufreestyle, kann bedeuten:
Man paddelt bei schlechten Wetter auf der Ems. Man möchte seine Kondition verbessern und diverse Moves üben. Man wird kalt, das Wetter ist schlecht, der Wind pfeift, nass vom Regen, nass vom gewollten aber auch ungewollten abtauchen in das Flusswasser. Immer wieder die Moves erarbeiten. So lange bis sie funktionieren. Manchmal dauert es etwas. Das erfordert die notwendige Disziplin und Motivation nicht aufzugeben. Kanufreestyle bedeutet auch Sonntags morgens zeitig aufzustehen, Boote aufzuladen und zum üben zu den Hotspots zu fahren während “normale Menschen” erstmal noch ausschlafen. Die Hotspots zum Üben sind an der Lippe, Ruhr oder Lenne. Manche auch noch weiter entfernt. Die Hotspots für Wettbewerbe sind bundes- bzw. europaweit zu finden.
Neben dem Spass an der Sache wird das Ganze manchmal auch mit tollen Platzierungen, Urkunden und Medaillen belohnt. Unsere kleinen und grossen Freestyler waren im Jahr 2025 ziemlich sportlich und erfolgreich.
Beim deutschen Schüler Cup im Kanu-Freestyle belegte Silas Forthaus Platz 2 (Schüler U 14m), Ole Kölling Platz1 (U 12m), Bea Kölling Platz 2 (U 10w), Ede Kölling Platz 2 (U 10m)
Bei der Weltmeisterschaft im Kanu-Freestyle erzielte Nele Barwich Platz 6 Damen Squirtboot sowie den 21. Platz Rodeo Damen K1, Justin NiermeierPlatz 20 (Junioren U18 K1), Robert Fiedler Platz 4 (Masters Ü50), Stefan Barwich Platz 6 (Masters Ü50)
Bei der deutschen Meisterschaft U14, U18, Damen, Damen Squirt, Herren Masters im August 2025 erzielte Nele Barwich Platz 1 (Damen Squirt) und Platz 3 (Damen K1), Justin Niermeier Platz 1 (Junioren U18 K1), Mads Barwich Platz 2 (Junioren U18 K1), Stefan Barwich Platz 1 (Masters Ü40 K1)
Last but not least: Marla Mertgen errang Platz 1 beim StandUpPaddling Sprint sowie den Platz 2 beim SUP Board Cross, beides in Markkleeberg.
An dieser Stelle allen nochmals unseren herzlichen Glückwunsch dazu!
Herzliche Glückwünsche gab es am vergangenen Wochenende auch von unserem Bürgermeister Theo Mettenborg und dem Stadtsportverband und man honorierte das Erreichte. Im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Rheda-Wiedenbrück wurden unseren Sportlern Urkunden und Trophäen für ihre sportlichen Erfolge überreicht und gewertschätzt das einige unserer Sportler in der deutschen Nationalmannschaft aufgestellt sind. Der Sportplatz des Fussballvereins RW St.Vit bot dem Ganzen einen würdigen Rahmen in entspannter Atmosphäre.
Der zweite Lauf des Deutschen Schüler‑Cups im Kanu‑Freestyle am 18. und 19. April 2026 wurde für die Nachwuchsgruppe des Kanu‑Clubs Wiedenbrück‑Rheda (KCWD) zu einem eindrucksvollen Beweis ihrer sportlichen Entwicklung. Auf der schäumenden Walze der Ruhr zeigten die jungen Athletinnen und Athleten starke Leistungen, beeindruckenden Mut – und vor allem eines: Freude am Freestyle.
Hoch hinaus: Nationalkader-Athlet Leo Andrzejewski (SG Welper) zeigt Topform in der Juniorenklasse U14–U18 und startet bald bei der EM in Finnland wie seine Teamkollegen/innen Justin Niermeier, Nele und Mads Barwich vom KCWD. Der Schüler‑Cup als Fundament der Nachwuchsarbeit
Haben “Spaß am Bootfahren” – Malte und Ole freuen sich immer, wenn es aufs Wasser geht.
Auch unser jüngster, Ede mit erst 7 Jahren hat viel Spaß beim Kanu-Fahren.
Ein Wochenende, das Mut macht
Der Schritt vom ruhigen Wasser in die kraftvolle Walze ist für viele Kinder eine echte Herausforderung. „Für viele ist es ein echter Überwindungsmoment, das erste Mal in die Walze einzufahren“, erklärt Trainerin Nele Barwich, die gemeinsam mit Freddy Blawid, Finn Krössig und Stefan Barwich das KCWD‑Team betreute. „Aber genau dafür bereiten wir sie im Training vor: Technik, Sicherheit und Vertrauen. Wenn die Kids merken, dass sie die Kontrolle behalten können, wächst der Mut von ganz allein.“
Stefan erkundet mit Theo, Bea und Fjonn den Spot, schrittweise wird sich der Walze angenähert.
Nicht immer läuft alles perfekt wie geplant, aber auf die anderen Kanuten und das Safety-Team ist Verlass.
Schnell wird Theo von Safety Boater Jan aus der Ruhr gefischt.
Der Neheimer Ruhr‑Playspot bot dafür perfekte Bedingungen: eine sportlich fordernde, aber gut kontrollierbare Walze, ergänzt durch ruhige Kehrwasserbereiche – ein Setup, das besonders jungen Freestylerinnen und Freestylern Selbstvertrauen gibt.
Playspot “Ruhrwalze”
Während des intensiven Trainings füllt sich das Kehrwasser immer mehr mit bunten Kanus.
Starke Leistungen in allen Altersklassen
U10 – geschlossen stark
Ede Kölling zaubert “den Harry Potter” aufs Wasser
Fjonn Blawid fährt zunächst Tricks im Kehrwasser bevor es in die Walze geht.
Die U10 zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial im KCWD‑Nachwuchs steckt:
Fjonn Blawid: Platz 2 (73 Punkte)
Ede Kölling: Platz 3 (24,67 Punkte)
Theo Frau: Platz 4 (12,33 Punkte)
Bea Kölling: Platz 1 bei den Mädchen (66,33 Punkte)
v.l.: Bea Kölling, Levin Dimke, Fjonn Blawid, Ede Kölling, Theo Frau
Damit bestätigten die Jüngsten ihre starke Form aus dem ersten Lauf in Wiedenbrück und liegen in der Gesamtwertung hervorragend im Rennen.
U12 – souveräne Auftritte
In der U12 setzte sich Ole Kölling erneut an die Spitze und gewann das Finale mit 136,67 Punkten. Auch Konrad Mehrhof zeigte eine starke Leistung und wurde Zweiter bei den Jungen. Bei den Mädchen dominierte Maja Hessel, die ebenfalls den Tagessieg holte.
Ole Kölling im Sidesurf in der Walze
U12 Jungen und Mädchen: v.l. Maja Hessel, Ole Kölling und Konrad Mehrhof
U14 – Freestyle auf hohem Niveau
Die U14‑Klasse bot spektakuläre Läufe. Malte Gersting zeigte kraftvolle Moves, hohe Konstanz und gewann das Finale souverän mit 196,67 Punkten. Henri Pentek (KC Rheintreue Homberg) und Mattis Strauf (KC Zugvogel Köln) folgten auf den Plätzen – beide ebenfalls mit starken Läufen, die das hohe Niveau der Altersklasse unterstrichen.
Malte Gersting beeindruckt mit Loops und Cartwheels
Jungen U14 v.l.: Malte Gersting, Mattis Strauf, Henri Pentek und Max Lindhorst
KCWD stark in der Gesamtwertung
Mit den Ergebnissen aus Wiedenbrück und Neheim haben sich alle KCWD‑Starterinnen und Starter eine hervorragende Ausgangsposition für das Finale in Limburg erarbeitet. In mehreren Klassen liegen KCWD‑Athletinnen und Athleten aktuell auf Platz 1 der Gesamtwertung.
Bei den Master Ü40 landet Stefan Barwich auf Platz 2: v.l. Christoph Andrzejewski,, Thomas Dimke, Stefan Barwich
Mehr als ein Wettkampf: Gemeinschaft, die trägt
Gemeinsames Abendessen am Abend vor dem Schüler Cup
Der Schüler‑Cup lebt nicht nur von sportlichen Leistungen, sondern auch von Gemeinschaft. Zelten, Spielen, gemeinsames Essen und der Austausch mit Vereinen aus ganz Deutschland machten das Wochenende zu einem besonderen Erlebnis.
Teilnehmer und Betreuer beim deutschen Schüler Cup in Neheim 2026
Zusätzliche Motivation kam von Nationalteam‑Athletinnen und Athleten, die vor Ort zeigten, was im Freestyle möglich ist – und sogar Wildwasserdackel Fidel, der mutig in die Walze sprang und damit den O‑Ton der Kids prägte: „Was der Dackel kann, kann ich auch.“
Ein ganz besonderer Teilnehmer des Events: Der in der Szene wohl bekannte Wildwasser-Dackel Fidel
Ausblick: Internationale Wettkämpfe & Vereinsjubiläum
Für das KCWD‑Freestyle‑Team geht es Schlag auf Schlag weiter:
Anfang Mai: internationales SalzaRodeo in Wildalpen (Österreich)
Mai: Deutsche Meisterschaft im Freestyle in Graz
Paddel XXL Festival in Markkleeberg
Pfingstfahrt nach Warburg an die Diemel und ins Ötztal
30. Mai: 70‑jähriges Vereinsjubiläum im Bootshaus
31. Mai: Hindernisrallye auf der Ems
11.-13.06.2026 Europameisterschaft in Finnland
„Die Kinder haben an diesem Wochenende gezeigt, wie viel in ihnen steckt“, fasst Nele Barwich zusammen. „Mut, Freude und Teamgeist – genau das macht unseren Sport aus.“
Erfolgreiches KCWD-Team: v.l. Nele Barwich, Ole Kölling, Stefan Barwich, Theo Frau, Bea Kölling, Finn Krössig, Ede Kölling, Fjonn Blawid, Malte Gersting und Freddy Blawid
“Daumen hoch” auch von Bea Kölling für ein ereignisreiches Schüler Cup Wochenende in Neheim.
Fotos: Ole Kölling, Jan Blißenbach, Stefan Barwich
Text: Stefan Barwich
Link zum Bericht auf der Homepage des Kanu-Bezirks Ostwestfalen: