Schon unsere Gründungsmitglieder haben in den 1950er Jahren Lampionfahrten auf der Ems ausgerichtet. Damals noch im Bereich des Bootshauses am Neupförtner Wall, der Moorwiese bzw. Brücke der Wasserstrasse. Unzählige Besucher aus Wiedenbrück, Rheda und Umgebung liessen sich die illuminierten Boote auf dem Wasser und die anschliessenden Vereinsfeste nicht entgehen.Eine liebgewonnene Tradition die wir anlässlich unseres 70. Vereinsjubiläums wieder aufleben lassen.
Samstag, 03.10.26, dem Tag der Deutschen Einheit, ist es soweit. Am Bootssteg an der Ems, ganz in der Nähe der Antoniusbrücke (Brücke zwischen der Strasse “Am Neuen Werk” und dem Schul- und Sportzentrum Burg). 19.00 Uhr geht es los. Die illuminierten, mit Lampions geschmückten Kayaks und Canadier werden zu Wasser gelassen. Ganz engagierte kleine und grosse Paddler entwerfen bestimmt auch Motto- bzw. Themenboote. Das beste bzw. kreativste Boot wird prämiert. Ihr seid herzlichst eingeladen euch schon vorher am Bootshaus bzw. Bootssteg einzufinden. Im Anschluss an die Lampionfahrt laden wir Euch herzlichst ein mit uns im und am Bootshaus zu feiern.
Ihr habt ein Kayak oder Canadier, seid nicht bei uns im Verein aber hättet Spass daran euer Boot zu schmücken und an der Lampionfahrt teilzunehmen? Meldet euch einfach vorher, wir freuen uns auf Euer mitmachen und dabei sein.
Ab 15.00 Uhr ist Treff am Bootshaus für alle Bootsbauer die ihr Gefährt noch zusammenbasteln möchten.
Wie immer gilt: Bei Fragen fragen! Ansprechpartner und Organisator ist Roger König.
Beim großen Finale des Deutschen Schüler‑Cups im Kanu‑Freestyle haben die jungen Wiedenbrücker Freestyler gezeigt, was in ihnen steckt – und das gleich viermal ganz oben auf dem Podest.
Das traditionsreiche Mühlenrodeo an der Obermühle in Limburg, direkt unterhalb des Limburger Doms, bot die perfekte Bühne für eine Saison, die man nur als mega erfolgreich bezeichnen kann.
Drei Rodeos – eine starke Serie
Der Schüler‑Cup ist die wichtigste Nachwuchsserie im deutschen Kanu‑Freestyle.
Drei Events, drei völlig unterschiedliche Herausforderungen:
Ruhrwalze Neheim‑Hüsten – die kraftvolle Walze mit großen Kehrwässern, Playspot für Einsteiger und Fortgeschrittene im Sauerland
Obermühle Limburg – der Klassiker unter den Schüler Cup Features, klein eng, hinter dem Mühlenwehr zwischen Mühlrad und Bruchsteinmauern, viele deutsche Freestyle-Karrieren begannen hier.
In jedem Lauf haben die Kids 45 Sekunden Zeit, um Spins, Cartwheels, Loops und andere Moves zu zeigen. Besonders wertvoll sind die Tricks in der Walze – dort gibt’s die doppelte Punktzahl, aber auch doppelte Herausforderung. Mut, Technik und Training sind hier alles.
Das KCWD-Team im deutschen Schüler Cup 2026
Für den KCWD gingen beim deutschen Schüler Cup 6 junge Freestyler ins Rennen:
Jungen U10: Tilo Neukirch – in diesem Jahr erstmals im Freestyleboot unterwegs.
Jungen U10: Ede Kölling mit 8 Jahren unser jüngster Freestyler
Jungen U10: Der 10-jährige Fjonn Blawid
Mädchen U10: Bea Kölling hier mit ihrer kleinen Schwester Pia
Jungen U12: Ole Kölling vor dem Playspot an der Obermühle in Limburg (im Hintergrund: Ede, Bea, Fjonn, vorne Pia)
Jungen U14: Malte Gersting
Starke Jugendarbeit – starke Ergebnisse
Dass der KCWD seit Jahren eine intensive Kinder‑ und Jugendarbeit betreibt, sieht man an den Ergebnissen. Schon die ganz Kleinen – unsere 1‑ bis 5‑jährigen Kanu‑Minis – gewöhnen sich im Lehrschwimmbecken spielerisch ans Wasser und ans Boot. Ab sechs Jahren geht’s dann ins bewegte Wasser, im Winter ins Schwimmbad, und später an die Walzen und Playspots.
Unser Trainer‑ und Betreuerteam ist gut aufgestellt und bringt viel Erfahrung aus Wildwasser, Freestyle und der Vereinsarbeit mit. Federführend in Freestyle und Kindertraining ist Justin Niermeier, der seit 2023 dem deutschen Nationalteam angehört und bereits an Europameisterschaften teilgenommen hat.
Justin NIermeier – absolviert gerade seine Trainer-Ausbildung
An seiner Seite arbeitet Nele Barwich, seit 2019 festes Mitglied im Nationalteam, mehrfache EM‑ und WM‑Starterin und aktuelle Deutsche Meisterin im Squirtboat.
Nele Barwich, Trainer C Kanu-Freestyle – Expertin auf und unter Wasser
Ergänzt wird das Team durch Marla Mertgen, Deutsche Meisterin im Wildwasser‑SUP, sowie die erfahrenen Übungsleiter Jürgen Sieg, Robert Fiedler, Fabian Gretenkort und Stefan Barwich, die seit vielen Jahren die Nachwuchsarbeit im Verein prägen. Beim Finale in Limburg unterstützte zudem Finn Krössig aus Bremen, World‑Cup‑Zweitplatzierter und ebenfalls Nationalteamfahrer, der den jungen Sportlern zusätzliche Impulse geben konnte.
Und das Ergebnis? Nele bringt es perfekt auf den Punkt: „Alle haben gezeigt, was sie sicher können – und einige sogar noch deutlich mehr!“
Vier Gesamtsiege – KCWD dominiert den Schüler‑Cup
Vorbereitung der U10 auf den Lauf
Bei Flutlicht am Playspot an der Obermühle
Ganz gechilled im Grünen
Die Ausgangslage nach Wiedenbrück und Neheim war schon stark – aber in Limburg haben unsere Kids richtig abgeliefert:
U10 Jungen – Dreifach‑Triumph
Fjonn Blawid – Tagessieg & Gesamtsieg
Ede Kölling
Tilo Neukirch
Das “Treppchen des Mühlenrodeos” – Tagessieg geht an Fjonn, vor Ede und Tilo
Gleiche Reihenfolge im Deutschen Schüler Cup
U10 Mädchen
Bea Kölling – Tagessieg & Gesamtsieg
Tagessiegerin Bea beim Mühlenrodeo 2026
Und auch gleich schnell den deutschen Schüler Pokal 2026 abgeholt.
U12 Jungen
Ole Kölling – Tagessieg & Gesamtsieg Mit kraftvollen Cartwheels und einem fast perfekten Loop – ein Salto im Kajak – setzte er ein echtes Highlight.
Ole Kölling erringt nach Wiedenbrück und Neheim auch den Tagessieg beim Limburger Mühlenrodeo. Damit ging der deutsche Schüler Cup 2026 mit Maximalpunktzahl an ihn.
Die KCWD Youngsters
U14 Jungen
Malte Gersting – Tagessieg & Gesamtsieg Drei Rodeos, drei Siege, Maximalpunktzahl. Malte ließ die starke Konkurrenz aus Duisburg klar hinter sich.
Auch Malte Gersting entscheidet alle 3 Läufe für sich und holt den deutschen Schüer Cup U14 souverän nach Wiedenbrück.
Auch Trainerin Nele Barwich zeigte ihre Klasse:
1. Platz Squirtboat Damen
Im Squirtboot gleiches Podium in Limburg wie bei der deutschen Meisterschaft in Bremen: Nele Barwich (KCWD) vor Ramona Woronow (KC Rheintreue Homberg) und Andrea Hacker (Kaufbeuren)
2. Platz Kajak Damen hinter Nationalteamkollegin Lucia Hacker.
Was den KCWD ausmacht? Nicht nur sportliche Leistung, sondern echte Gemeinschaft. In Limburg waren Christina Kölling, Lukas und Kerstin Neukirch sowie Freddy Blawid als Eltern‑Support am Start – unverzichtbar für solche Events.
Das KCWD-Team in Limburg: v.l. Lukas und Kerstin Neukirch, Silas Forthoaus, Finn Krössig, Malte Gersting, Pia Kölling, Justin NIermeier, Ede Kölling, Tilo Neukrich, Fjonn Blawid, Ole Kölling , Nele Barwich, Christina Kölling
Team NRW
Die Freestyle‑Atmosphäre ist sowieso etwas Besonderes:
Das war das Mühlenrodeo 2026 – Auch 2027 sind wir bestimmt wieder beim KC Limburg am Start.
Gemeinsame Übernachtungen, Flutlichttraining, starke Verpflegung, Safety‑Boater, die sofort helfen, wenn jemand kentert. Ein Umfeld, in dem sich Kinder sicher fühlen, wachsen und über sich hinauswachsen. Der KC Limburg hat wieder einmal ein tolles Mühlenrodeo auf die Beine gestellt, wir kommen gerne wieder.
Ausblick: Lampionfahrt & Wildwasser‑Herbst
Nach der Wettkampfsaison kommt jetzt ein Highlight der gemütlichen Art:
3. Oktober – Lampionfahrt zum 70‑jährigen Vereinsjubiläum Ab 19 Uhr starten an der Antoniusbrücke bunt beleuchtete Boote mit kreativen Mottos – ein farbenfroher „Karnevalsumzug auf dem Wasser“.
In den Herbstferien geht’s dann wieder ins Wildwasser: Ferienfreizeit in Wildalpen an der steirischen Salza (WW3) – perfekte Bedingungen, um weitere Kids ins bewegte Wasser zu führen und die nächsten Schritte im Wildwasser zu gehen.
Text: Stefan Barwich
Fotos: Christina Kölling, Kerstin Neukirch, Freddy Blawid
Die Gesamtauswertung des deutschen Schüler Cups 2026:
Eine Gruppe von 14 Wanderern aus dem Kanu‑Club Wiedenbrück‑Rheda – ergänzt durch Freunde und Kollegen – hat im Sommer eine eindrucksvolle Vier‑Tages‑Tour durch das Rätikon unternommen.
Die Wandergruppe vor dem Aufstieg zur Totalphütte über den Lünersee.
Die Route führte durch das österreichisch‑schweizerische Grenzgebiet, vorbei an markanten Gipfeln, über aussichtsreiche Höhenwege und zu gemütlichen Berghütten. Die Altersspanne der Teilnehmenden reichte von 19 bis 60 Jahren, und genau diese Mischung machte die Tour zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.
Auf dem Weg zum Lünersee
Tag 1 – Aufstieg vom Lünersee zur Totalphütte (2.385 m) und Besteigung der Schesaplana (2.964 m)
Der Startpunkt lag am Seilbahnparkplatz am Endes des Brandnertals auf ca. 1600m Höhe. Erstes Zwischenziel war dann der türkisblaue Lünersee auf rund 1.970 m Höhe. Schon der erste Abschnitt hatte es in sich: Der Aufstieg zur Totalphütte ist steil, steinig und verlangt Kondition. Die Daten aus dem Tourenplan zeigen die Herausforderung deutlich: „5.00 km – 02:55 h – 739 m Aufstieg“
Nach der Ankunft auf der Hütte nutzte ein Teil der Gruppe die guten Bedingungen für eine zusätzliche Gipfeltour: die Besteigung der Schesaplana, mit 2.964 m nicht ganz 3000 Meter hoch, aber ein markanter und aussichtsreicher Gipfel des Rätikons. Da die Gruppe ohne Gepäck unterwegs war, gelang der Aufstieg zügig und bot fantastische Blicke über die umliegenden Kalkwände und den Lünersee tief unterhalb.
Auf dem Schesaplana
Abendstimmung an der Totalphütte
Der Rest der Gruppe genoss den Nachmittag an der Hütte, bevor alle gemeinsam den Abend bei gutem Essen und entspannten Gesprächen ausklingen ließen.
Tag 2 – Von der Totalp- zur Carschina‑Hütte (2.229 m)
Die Etappe zur Carschina‑Hütte war lang, aber abwechslungsreich. Laut Tourenplan: „13.42 km – 827 m Aufstieg – 05:19 h“
Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen boten die Wege immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die markanten Kalkwände des Rätikons.
Tag 3 – Carschina‑Hütte zur Lindauer Hütte (1.744 m)
Der dritte Tag war die längste und anspruchsvollste Etappe. Die Route führte über die Tilisunahütte zur Lindauer Hütte – ein Klassiker unter den Rätikon‑Durchquerungen.
Ein Teil der Gruppe wählte den Klettersteig zur Sulzfluh, einen hochalpinen Steig mit ausgesetzten Passagen und spektakulären Tiefblicken. Andere nahmen den regulären Wanderweg über den Drusator.
Auf dem Klettersteig zum Sulzfluh
auf dem Sulzfluh angekommen
Die Tagesdaten: „10.78 km – 866 m Aufstieg – 04:44 h“
Erschöpft, aber guten Mutes kam die Gruppe an der Lindauer Hütte an.
Am Abend wurde die Lindauer Hütte zum perfekten Ort für Gespräche, gemeinsames Essen und einen gemütlichen Ausklang.
Tag 4 – Abstieg nach Bludenz oder Rückweg zum Lünersee
Der letzte Tag brachte erstmals etwas Regen und Gewitterstimmung – nach drei Tagen Sonne und Hitze eine willkommene Abkühlung.
Ein Teil der Gruppe stieg nach Bludenz ab, andere wanderten zurück zum Lünersee. Die Rückroute zur Staumauer war mit „12.05 km – 888 m Aufstieg – 05:35 h“ erneut fordernd , aber die beeindruckende Landschaft und die Nähe zum See machten den Abschluss besonders stimmungsvoll.
Fazit – Gemeinschaft, Genuss und Gipfelmomente
Die Rätikon‑Tour bot alles, was eine gelungene Bergwanderung ausmacht:
Atemberaubende Landschaft mit schroffen Felsen, weiten Kare und markanten Gipfeln
Gutes Essen auf allen Hütten
Viel Zeit zum Quatschen, für Gespräche und gemeinsames Erleben
Gemütliche Hüttenabende mit Blick auf die Berge
Herausfordernde Aufstiege und spannende Klettersteigpassagen
Perfektes Wetter an drei Tagen, nur am Ende etwas Regen
Organisiert wurde die Tour von Fabian Gretenkort, unterstützt durch Tourenplaner Raphael Heitjohann – ein starkes Team, das eine abwechslungsreiche und sichere Route zusammengestellt hat.
Organisator Fabian
Die vier Tage im Rätikon waren für alle Teilnehmenden ein besonderes Erlebnis, das zeigt: Auch abseits des Wassers ist der Kanu‑Club Wiedenbrück‑Rheda eine lebendige Gemeinschaft, die Abenteuer in de Natur liebt.
Am 21.08.2026 treten auf dem renaturierten Lippeabschnitt in Sande strikte Sonderregeln in Kraft, die den Kanusport massiv einschränken. Kanus und Kajaks sind nur noch bei Mindestpegel und unter zusätzlichen Auflagen erlaubt, während SUPs und Schlauchboote vollständig ausgeschlossen werden. Der Kanusport in OWL wird dadurch deutlich eingeschränkt, ist doch die Lippe nahezu der einzige strömende Kleinfluss mit kontinuierlich für den Kanusport ausreichender Wasserführung in der Region. Die neue Pegelgrenze verhindert nun aber an vielen Tagen im Jahr jede Befahrung, und zusätzliche Anmelde‑ und Registrierungspflichten schaffen bürokratische Hürden. Von Sport‑ und Ehrenamtsförderung kann unter solchen Bedingungen keine Rede sein. Naturschutz ist wichtig – doch er braucht Augenmaß und echte Beteiligung derjenigen, die das Gewässer seit Jahrzehnten verantwortungsvoll nutzen.
Die Zufahrt zu den Lippeschwällen zwischen Sande und Anreppen ist bei Pegel <90cm in Bentfeld nicht mehr erlaubt. Ein tieferes Einsteigen ist wegen des Uferbetretungsverbots nicht möglich.
Im Detail sieht die Verordnung folgendes vor:
Die Bezirksregierung Detmold hat eine neue Verordnung für den renaturierten Abschnitt der Lippe bei Sande unterhalb des Lippesees erlassen. Laut Amtsblatt gelten ab dem 21.08.2026 zwischen Kilometer 206,0 und 205,3 besondere Befahrungsbestimmungen.
Kanus und Kajaks auf der Lippe sind dort nur bei Mindestpegel (Bentfeld >90cm) und mit bestimmten Auflagen erlaubt. Alle anderen Wasserfahrzeuge wie SUP´s und Schlauchboote sind ausdrücklich nicht zulässig.
Eine Befahrung des Abschnitts ist generell unterhalb eines bestimmten Mindestpegels (Pegel Bentfeld <90cm) nicht mehr zulässig. Weitere Bedingungen, wie z.B. die Anmeldung der Bootskontingente auf der Seite der Bezirksregierung oder ein Uferbetretungsverbot, kommen hinzu. Der entsprechende Bedingungen, die erfüllt sein müssen, sind auf der Seite wilde-lippe zu finden.
Der Kanu-Verband NRW weist auf die neue Regelung hin, bleibt aber über den Bezirk 10 weiter in Gesprächen mit der Bezirksregierung aktiv. Der Gewässerführer, und damit auch die canua App und die Befahrungsregelungen des DKV sollen zeitnah angepasst werden.