Wildwasser, Sonne und Kulinarisches in Tirol

Vom 18. bis 26. Juli 2026 zog es 14 Paddlerinnen und Paddler zur KCWD-Sommerfahrt nach Landeck in Tirol. Verstärkt wurde die KCWD-Gruppe durch Freunde vom KC Schieder, der SG Welper, FF Essen sowie dem vierbeinigen Wildwasserexperten „Canoe Dog Berthold”.

Gemeinsam verbrachten sie eine sportlich anspruchsvolle und gleichzeitig ausgesprochen gesellige Woche in einer der schönsten Wildwasserregionen der Alpen.
Wie schon seit fast vier Jahrzehnten schlugen die Paddler ihr Lager auf dem familiär geführten Campingplatz Riffler in Landeck auf. Der Campingplatz ist für den KCWD längst zu einer zweiten Heimat geworden und bot erneut den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Touren auf den Flüssen Tirols und des Engadins.

Bei nahezu durchgehendem Sonnenschein, blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen wurden die Flüsse zur willkommenen Abkühlung. Die Wasserstände waren zwar vergleichsweise niedrig, boten aber auf allen befahrenen Strecken gerade noch ausreichend Wasser für abwechslungsreiche Wildwassertouren.
Auf dem Programm standen Klassiker der Alpenregion wie die Sanna oberhalb von Landeck, die Imster Schlucht und die Tösener Strecke auf dem Inn



sowie die eindrucksvollen Wildwasserstrecken des Schweizer Engadins mit der Scuolser Strecke und der spektakulären Giarsun-Schlucht.










Besonders reizvoll waren zudem die Fahrten auf der Ötztaler Ache, sowohl auf der unteren Ötz ab Oetz als auch auf der oberen Ötz ab Sölden, sowie auf der unteren Venter Ache.






Insgesamt kamen die Teilnehmer im Laufe der Woche auf bis zu 175 Kilometer Wildwasser.
Die Gruppe war dabei bewusst bunt gemischt: Erfahrene Wildwasserfahrer jenseits der 50 paddelten gemeinsam mit jungen Sportlern. Besonders im Fokus stand der erst 11-jährige Nachwuchspaddler Ole Kölling. Begleitet von erfahrenen Vereinskameraden machte er während der Woche einen beeindruckenden Entwicklungsschritt.
Mit viel Mut, Konzentration und Lernbereitschaft gelang ihm der erfolgreiche Einstieg in schweres Wildwasser der Klassen WW III bis IV. Seine rasante Lernkurve und die souveräne Bewältigung anspruchsvoller Passagen sorgten bei allen Mitfahrern für Begeisterung und zeigen eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verein.

Neben den sportlichen Herausforderungen kam auch der gemütliche Teil nicht zu kurz. Gemeinsame Abendessen in den Restaurants von Landeck, entspannte Stunden am See, kleinere Wanderungen und viele Gespräche auf dem Campingplatz sorgten für beste Stimmung. Ein landschaftlicher Höhepunkt war für viele Teilnehmer die einzigartige Kulisse des Engadins rund um Scuol, das mit seinen Bergen, Schluchten und dem kristallklaren Wasser immer wieder beeindruckte.

Auch kulinarisch hatte die Sommerfahrt einiges zu bieten. Als besondere Delikatesse gilt inzwischen die legendäre Grillplatte beim „Landegger“, die von vielen Teilnehmern erneut zum inoffiziellen gastronomischen Höhepunkt der Woche gekürt wurde.


Am Ende waren sich alle einig: Die Sommerfahrt 2026 bot die perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und Vereinsgemeinschaft. Mit vielen gemeinsamen Erlebnissen, einigen neuen persönlichen Bestleistungen und jeder Menge schöner Erinnerungen im Gepäck trat die Gruppe die Heimreise nach Ostwestfalen an und freut sich bereits auf die nächste Wildwasserwoche in Tirol.

Fotos: Tanja Pilgrim-Barwich, Marla Mertgen, Fabian Gretenkort, Stefan Barwich
Text: Stefan Barwich