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Von Paddelbuddys, Sportfreunden und der Pandemie

to buddy with sbd.         sich jd. anschließen

to be buddy                      mit jd. dick befreundet sein

to be bosom buddies    ein Herz und eine Seele sein

to paddle(engl.)              paddeln

„Bis wir zu einem normalen Training oder Kleingruppen zurückkehren können, wird es wohl noch einige Zeit dauern“ „Alleine paddeln ist doof.“ „Die aktuellen Regeln in NRW lassen Sport im Freien zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen  Hausstandes auf Sportanlagen unter freiem Himmel zu“ Zitate aus dem Dialog zwischen zwei aktiven Wiedenbrücker Kanuten.

Gleichzeitig war die Idee der Paddelbuddys geboren. Was steckt dahinter? Ein normaler Trainingsbetrieb findet auf absehbarer Zeit nicht statt. Der Kanu-Club möchte weiterhin die Paddelanfänger/-innen fordern und fördern, die kurz vor bzw. während der Pandemie den Kanusport für sich entdeckt haben. Jeder Neuling bekommt einen erfahrenen Paddler an die Seite gestellt – ein Team von zwei Leuten, einem „Großen“ und einem „Kleinen“ der eher nicht allein auf das Wasser kommen würde. Zwei Partner die auf langer Sicht zusammen die Flüsse der näheren und weiteren Umgebung erkunden und gemeinsam einen Sport ausüben. Wie oft bzw. wann die beiden zusammen trainieren bleibt ihnen überlassen, jedoch sollte es eine bestimmte Regelmäßigkeit geben und der Sportpartner immer derselbe bleiben.

Das Buddy-Prinzip stärkt durch die Pandemie hindurch die Gemeinschaft des Kanu-Clubs. Auch wenn das Vereinsleben, wie man es von der Vor-Corona-Zeit her kannte, derzeit nicht stattfindet gibt es immer noch Aktive die den Kanusport leben und erleben.

Im Allgemeinen fehlen den Kindern und Jugendlichen momentan coronabedingt außerfamiliär die sozialen Kontakte, Freunde, Möglichkeiten ihren Hobbys nachzugehen sowie weitere außerschulische Aktivitäten. Auch Kinder die vor Corona vollkommen gesund waren, bekommen derzeit riesige Probleme.

Dem beugt der Kanu-Club vor und sieht sich in einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Man verschafft Zugang zu einem naturnahen Sport, lehrt umweltverträgliches, nachhaltiges Verhalten und Selbstorganisation. Gespräche außerhalb des gewohnten, alltäglichen Umfeldes über Gott und die Welt geben Groß und Klein Gelegenheit sich besser kennen zu lernen, Meinungen auszutauschen, einfach mal zuzuhören was den anderen derzeit bewegt sowie von den Erfahrungen des anderen zu lernen.

Paddelbuddys Colin(r.) und Robert – ein eingespieltes Team

Silke und Gunnar – Paddelbuddys im Erwachsenenalter – auf der Ems nahe am Stadtholz
Feierabend! Justin(r.) und Nico haben sich auf der Slalomstrecke ausgepowert.

Wir sind ein Team!

In Kleinstgruppen arbeiten und trotzdem eine tolle Mannschaftsleistung zeigen. Wie das funktioniert haben in den vergangenen Wochen 26 Mitglieder unseres Vereins bewiesen.

Bootshausrenovierung – eine Aufgabe, die nur durch viele fleißige Hände zu schaffen ist.

Ausräumen, entrümpeln, Boden reinigen und polieren, Wände streichen.

Um sämtliche anstehenden Aufgaben und Arbeiten zu koordinieren, hat Stefan zunächst alle Vereinsmitglieder angesprochen und die Freiwilligen in einer Whats-App-Gruppe zusammengefasst.

Hieraus sind dann, den Coronaregeln konform, Zweierteams bzw. Teams aus zwei Haushalten mit max. 5 Personen entstanden, deren Arbeitseinsatz zeitlich mit den anderen Gruppen abgestimmt wurde. Voller Tatendrang wurden zunächst alte Sofas entsorgt, der Jugendraum aufgeräumt, Türen renoviert, lackiert und mit neuen Drückereinheiten versehen, eine neue Tür eingebaut und deren Übergang zur alten Wand angepasst, der Clubraum ausgeräumt, bearbeitet und abgeklebt, die Fußleisten rundum erneuert, die Verkleidung über der Küche weiß lackiert.

Federführend hat Rüdiger (hauptberuflich Maler) ein Farbkonzept für die Räumlichkeiten entworfen und die Aktiven in die anstehenden Vor- bzw. Malerarbeiten eingewiesen. Sowohl Rüdiger als auch seine Helfer haben mit viel Engagement und Kreativität große und kleine Flächen im Eingangsbereich, Club- und Jugendraum sowie den Flur hinter dem Clubraum gestrichen. Der Eingangsbereich hat nun waagerechte Streifen in den Vereinsfarben rot und blau, die Betonträger im Club-und Jugendraum erstrahlen blau, die fensterseitigen Wände rot.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat, als Vermieter der Räumlichkeiten, eine neue Brandschutztür zum Clubraum sowie einen neuen Warmwasserboiler für die Duschen installieren lassen. Desweiteren hat sie ein neues Fluchtwegekonzept erstellt.

Die Jugendlichen wurden online über ihre Wünsche zur Gestaltung des Jugendraums befragt. Hieraus haben Rüdiger und Nico(2. Jugendwart) ein entsprechendes Konzept entwickelt und umgesetzt.

Jede Menge Dinge die erledigt wurden und das ein oder andere, das noch ansteht. In loser Reihenfolge und der Hoffnung niemanden unerwähnt zu lassen gilt der Dank: Rüdiger, Bär, David, Günther, Lilli, Luisa, Jasmin, Doris, Emanuel, Noah, Rita, Lena, Silke, Nele, Mads, Philip, Ralf, Nico, Fabian, Maximilian, Felicitas, Carolin, Steffi, Friedhelm, Sophie, Stefan sowie der Unterstützung durch den Malerfachbetrieb Brentrup.

Bootshausrenovierung klappt nur in Mannschaftsleistung – auch wenn Pandemiebedingt einige Spielregeln eingehalten werden mussten.
Neue Farben sowohl im Club- als auch im Jugendraum
Alte Bilder von damals – neue Farben von heute. Die Erstrenovierung und Bezug des Bootshauses ist schon lang her. Die Mitglieder des Kanu-Clubs freuen sich auf den traditionellen Donnerstags-Klönabend und darauf das frisch hergerichtete Bootshaus in gewohnter Weise nutzen zu können…sobald die Gesamtsituation es wieder hergibt…

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Sportlerehrung 2020


In der zweiten Septemberwoche stand für die erfolgreichen Rodeopaddler des KCWD die diesjährige Sportlerehrung im Terminkalender.
Im kleinen Rahmen und draußen(den Coronaauflagen konform) trafen sich bei schönstem Wetter Bürgermeister Theo Mettenborg, Guido Kölling (Sportamt), Wilfried Wieneke, Anette Ahn, Hans Plücks(Stadtsportverband), 25 Paddler und einige Zuschauer am Bootssteg des Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda e.V. Für den Kanu-Club bedeutete dieses besondere Ereignis gleichzeitig die erste größere Zusammenkunft seit Beginn der Coronaepedemie.
 
Mit Gold-, Silber- und Bronzeplaketten der Stadt wurden folgende erfolgreiche Freestylekanutinnen und –kanuten ausgezeichnet:

Ben Gehlhaar für den 1. Platz bei DM Schüler U10
Mads Barwich für den 2. Platz bei der DM Schüler U12 sowie 5. Platz Junior Men U14
Noah Haase für den 3. Platz bei der DM Schüler U12
Jannes Gehlhaar für den 4. Platz bei der DM Schüler U12
Ben Haase für den 5. Platz bei der DM Schüler U12
Nele Barwich für den 7. Platz bei der WM des ICF Canoe Freestyle World Championships 2019
Ehrenurkunden erhielten Martin Gehlhaar für den 3. Platz und Stefan Barwich für den 2. Platz bei den German Masters(DM Ü40)


In seiner Laudatio betonte Bürgermeister Mettenborg nicht nur die Wichtigkeit des Sports für jeden einzelnen sowie die Bedeutung des Vereins für die Stadt und darüber hinaus, sondern versprach den Kanuten Unterstützung bei der Renovierung des vorhandenen, jedoch renovierungsbedürftigen Bootsstegs.

Bild: W. Wienecke, Text: M. Winter

Wandern mit dem Kanu-Club

Wassersportler auf Schusters Rappen

Am letzten Sonntag im Januar trafen sich vierzehn wanderfreudige Kanutinnen und Kanuten, um gemeinsam einen Teil des Pöppelsche Rundwanderweges zu erkunden. Die 10 km lange Tour begann in Effeln, einem 700-Einwohner-Ort der zu Anröchte gehört.

Die Wanderung führte die Aktiven zunächst durch Effeln um dann auf die Höhenzüge des Haarstranges zu gelangen. Bei guter Fernsicht ging man weiter in Richtung eines Waldstückes. Hier waren die Wassersportler gespannt darauf endlich die Pöppelsche zu sehen. Die Pöppelsche entspringt bei Effeln und mündet bei Lippstadt-Bökenförde in die Gieseler. Einigen Kanuten ist die Pöppelsche als ein Bach in guter Erinnerung, der bei entsprechendem Wasserstand weiter unterhalb bepaddelt werden konnte. Umso grösser war Verwunderung, dass das Flussbett, insbesondere dem dortigem verkarstetem Gebiet geschuldet, trocken war.

Nach einer gut zweistündigen Wanderung erreichten die Wanderer den Ausgangsort. Hier war man sich schnell einig Touren mit ähnlichen Voraussetzungen an Schwierigkeitsgrad und Länge in naher Zukunft zu wiederholen. Hierzu sind alle Interessierten gern eingeladen.