Bergwanderung des Kanu‑Clubs Wiedenbrück‑Rheda – Vier Tage durch das Rätikon

Eine Gruppe von 14 Wanderern aus dem Kanu‑Club Wiedenbrück‑Rheda – ergänzt durch Freunde und Kollegen – hat im Sommer eine eindrucksvolle Vier‑Tages‑Tour durch das Rätikon unternommen.

Die Wandergruppe vor dem Aufstieg zur Totalphütte über den Lünersee.

Die Route führte durch das österreichisch‑schweizerische Grenzgebiet, vorbei an markanten Gipfeln, über aussichtsreiche Höhenwege und zu gemütlichen Berghütten. Die Altersspanne der Teilnehmenden reichte von 19 bis 60 Jahren, und genau diese Mischung machte die Tour zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.

Auf dem Weg zum Lünersee

Tag 1 – Aufstieg vom Lünersee zur Totalphütte (2.385 m) und Besteigung der Schesaplana (2.964 m)

Der Startpunkt lag am Seilbahnparkplatz am Endes des Brandnertals auf ca. 1600m Höhe. Erstes Zwischenziel war dann der türkisblaue Lünersee auf rund 1.970 m Höhe. Schon der erste Abschnitt hatte es in sich: Der Aufstieg zur Totalphütte ist steil, steinig und verlangt Kondition. Die Daten aus dem Tourenplan zeigen die Herausforderung deutlich: „5.00 km – 02:55 h – 739 m Aufstieg“

Nach der Ankunft auf der Hütte nutzte ein Teil der Gruppe die guten Bedingungen für eine zusätzliche Gipfeltour: die Besteigung der Schesaplana, mit 2.964 m nicht ganz 3000 Meter hoch, aber ein markanter und aussichtsreicher Gipfel des Rätikons. Da die Gruppe ohne Gepäck unterwegs war, gelang der Aufstieg zügig und bot fantastische Blicke über die umliegenden Kalkwände und den Lünersee tief unterhalb.

Auf dem Schesaplana
Abendstimmung an der Totalphütte

Der Rest der Gruppe genoss den Nachmittag an der Hütte, bevor alle gemeinsam den Abend bei gutem Essen und entspannten Gesprächen ausklingen ließen.

Tag 2 – Von der Totalp- zur Carschina‑Hütte (2.229 m)

Die Etappe zur Carschina‑Hütte war lang, aber abwechslungsreich. Laut Tourenplan: „13.42 km – 827 m Aufstieg – 05:19 h“

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen boten die Wege immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die markanten Kalkwände des Rätikons.

Tag 3 – Carschina‑Hütte zur Lindauer Hütte (1.744 m)

Der dritte Tag war die längste und anspruchsvollste Etappe. Die Route führte über die Tilisunahütte zur Lindauer Hütte – ein Klassiker unter den Rätikon‑Durchquerungen.

Ein Teil der Gruppe wählte den Klettersteig zur Sulzfluh, einen hochalpinen Steig mit ausgesetzten Passagen und spektakulären Tiefblicken. Andere nahmen den regulären Wanderweg über den Drusator.

Auf dem Klettersteig zum Sulzfluh
auf dem Sulzfluh angekommen

Die Tagesdaten: „10.78 km – 866 m Aufstieg – 04:44 h“

Erschöpft, aber guten Mutes kam die Gruppe an der Lindauer Hütte an.

Am Abend wurde die Lindauer Hütte zum perfekten Ort für Gespräche, gemeinsames Essen und einen gemütlichen Ausklang.

Tag 4 – Abstieg nach Bludenz oder Rückweg zum Lünersee

Der letzte Tag brachte erstmals etwas Regen und Gewitterstimmung – nach drei Tagen Sonne und Hitze eine willkommene Abkühlung.

Ein Teil der Gruppe stieg nach Bludenz ab, andere wanderten zurück zum Lünersee. Die Rückroute zur Staumauer war mit „12.05 km – 888 m Aufstieg – 05:35 h“ erneut fordernd , aber die beeindruckende Landschaft und die Nähe zum See machten den Abschluss besonders stimmungsvoll.

Fazit – Gemeinschaft, Genuss und Gipfelmomente

Die Rätikon‑Tour bot alles, was eine gelungene Bergwanderung ausmacht:

  • Atemberaubende Landschaft mit schroffen Felsen, weiten Kare und markanten Gipfeln
  • Gutes Essen auf allen Hütten
  • Viel Zeit zum Quatschen, für Gespräche und gemeinsames Erleben
  • Gemütliche Hüttenabende mit Blick auf die Berge
  • Herausfordernde Aufstiege und spannende Klettersteigpassagen
  • Perfektes Wetter an drei Tagen, nur am Ende etwas Regen

Organisiert wurde die Tour von Fabian Gretenkort, unterstützt durch Tourenplaner Raphael Heitjohann – ein starkes Team, das eine abwechslungsreiche und sichere Route zusammengestellt hat.

Organisator Fabian

Die vier Tage im Rätikon waren für alle Teilnehmenden ein besonderes Erlebnis, das zeigt: Auch abseits des Wassers ist der Kanu‑Club Wiedenbrück‑Rheda eine lebendige Gemeinschaft, die Abenteuer in de Natur liebt.

Text: Stefan, Bilder: gesamte Gruppe

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