Category Archives: Spielbootfahren

1st German PARK JAM – Paddeln mit dem Wildwasser Weltstar Adrian Mattern

Am 13. September 2025 verwandelte sich der Wildwasserpark Hohenlimburg in eine Bühne für den jungen Kanusport.

Der Deutsche Kanu-Verband e.V. (DKV) gemeinsam mit dem KC Hohenlimburg e.V. hatte zur deutschen Premiere des PARK JAM eingeladen.

In Zusammenarbeit mit dem Ausrüster Palm Equipment und dem Kajak-Hersteller Pyranha fand im Wildwasserpark an der Lenne die einzigartige Park&Play-Session „PARK JAM“ statt. Deutschlands bekanntester Wildwasser-Paddler und Red-Bull-Athlet Adrian Mattern war vor Ort und bot Kindern sowie Jugendlichen die außergewöhnliche Gelegenheit, mit ihm gemeinsam zu paddeln und wertvolle Tipps direkt vom Profi zu erhalten.

Vom KCWD waren Ole, Silas, Malte und Justin dabei.

Ole
Malte
Silas
Justin
Pizza Pause

Bericht im Kanu Sport 10/2025:

Bilder: Justin Niermeier

Mühlenrodeo Limburg – Finale deutscher Schüler Cup 2025

Am 20./21.09.2025 wurde das 10. Mühlenrodeo und das Finale des deutschen Schüler Cups in Limburg an der Lahn durchgeführt. Auch 2025 wieder das Saison-Highlight für die Kanu-Freestyle-Kids und ein hervorragend organisiertes Event mit toller Atmosphäre, guter Stimmung und noch viel besserer Verpflegung.

Der KCWD war mit 10 Freestylern am Start sehr erfolgreich am Start.

KCWD-Freestyle Team mit Freunden und Betreuern beim Mühlenrodeo 2025

Silas Forthaus und Ole Kölling vom KCWD ganz vorn

Die jüngsten deutschen Kanu-Freestyler ermittelten auch in diesem Jahr in 4 Läufen die Schüler Cup Sieger in den Altersklassen U10, U12 und U14. Nach Läufen in den Hallenbädern von Wiedenbrück und Untertürkheim, folgte der Lauf in der Ruhrwalze in Neheim-Hüsten und schließlich als Höhepunkt das Finale beim Mühlenrodeo in Limburg an der Lahn.

Der Playspot liegt direkt unter dem Limburger Don an der Obermühle – eine wirklich beeindruckende Kulisse mit ganz besonderer Atmosphäre

Auch die Kanu-Freestyler vom Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda reisten an die Lahn, wo der KC Limburg inzwischen schon zum 10. Male dieses speziell auf den Kanu-Nachwuchs zugeschnittenen Wettkampf ausrichteten. Aber nicht nur die Youngsters aus der gesamten Republik, sondern auch jugendliche und erwachsene Kanu-Akrobaten, unter Ihnen eine Reihe von Nationalteammitgliedern zeigten in der Welle an der Obermühle ihr Können.

Flutlicht Training

Sehr gerne kehren „die Großen“ an den Freestylespot direkt unter dem Limburger Dom zurück, wo viele von Ihnen als Kind ihr erstes Rodeo gepaddelt sind und ihre Freestyle-Karriere begonnen haben. Um die Kinder zu motivieren und die besondere Atmosphäre beim Mühlenrodeo zu geniessen, kommen sie aus der der gesamten Republik von Bremen bis nach Freiburg nach Limburg und bringen die Nachwuchstalente aus ihren Vereinen mit.

Bei den jüngsten sollte es wieder einmal besonders spannend werden. Wer hat die Nase vorn im Auswertemodus „3 Best of 4“? Bei den Jungen U10 setzte sich Levin Dimke aus Freiburg mit der Maximalpunktzahl von 300 souverän an die Spitze vor Ede Kölling aus Wiedenbrück und Anton Dietz aus Limburg. Ganz knapp ging das Rennen bei den Mädchen U10 aus. Punktegleichstand gab es mit jeweils 295 Punkten aus jeweils 2 Siegen und einem Platz 2 bei Maja Hessel (KC Rheintreue Homberg) und Bea Kölling (KC Wiedenbrück-Rheda). Aufgrund ihres Finalsiegs beim Mühlenrodeo ging der deutsche Schüler Cup 2025 dann an die Duisburgerin. Ole Kölling aus Wiedenbrück konnte nach dem Sieg in der U10-Klasse im letzten Jahr auch dieses Jahr in der Altersklasse U12 den deutschen Schüler Pokal nach Nordrhein-Westfalen holen. Jeweils nach Baden-Württemberg gingen die Pokale bei den Mädchen U12 und U14. Lina-Eickhoff (KC Marbach) und Marla Wilhelm (KC Mühlacker) setzten sich hier an die Spitze. Das größte Feld trat bei den Jungen U14 an, unter ihnen Paul Bultschnieder, Malte Gersting und Silas Forthaus. Das Finale des Mühlenrodeos, für das sich gleich 5 Jungen qualifizierten entschied dann Silas Forthaus (KC Wiedenbrück-Rheda) mit 183,3 Punkten vor dem Duisburger Niklas Lohmann mit 159,69 Punkten und Max Sommer, der 143,3 Punkte erzielte. Malte Gersting landete auf Platz 5 und Paul Bultschnieder auf Platz 8. In der Gesamtauswertung aud 4 Läufen des deutschen Schüler Cups musste sich Silas Forthaus wie im vergangenen Jahr dem Duisburger Niklas Lohmann geschlagen geben.

In der Damenklasse lag Nele Barwich (KCWD) vor Naya Daruwala (KCZ Köln) und Stefanie Schmollack aus Limburg. Bei den Junioren U18 ging der Sieg an den deutschen Meister Justin Niermeier vom KCWD. Platz 2 bei den Masters Ü40 ging hinter Thomas Dimke aus Freiburg an den Wiedenbrücker Stefan Barwich.

Silas siegt bei den Jungen U14 beim Mühlenrodeo, Platz 2 in der Gesamtwertung des deutschen Schüler Cups.
Auch Malte Gersting qualifizierte sich fürs Finale
Paul Bultschnieder landet auf Platz 8.
Nele siegt bei den Damen
Fjonn Blawid auf Platz 3 bei den Jugen U10 und Platz 4 in der Gesamtwertung
Mutig ist der jüngste Starter im Feld – der 7-jährige Ole Kölling
Fjonn, Stefan und Ole auf dem Weg zum Freestyle Spot Obermühle
Ole kann auch Salto ohne Boot
Hervorragende Verpflegung durch den KC Limburg
Platz 2 für Ede Kölling und Platz 4 für Fjonn Blawid im deutschen Schüler Cup 2025 bei den Jungen U10
Platz 2 für Bea Kölling im deutschen Schüler Cup 2025 bei den Mädchen U10
Platz 1 im Mühlenrodeo und im deutschen Schüler Cup für Ole Kölling bei den Jungen U12
Tagessieg beim Mühlenrodeo und Platz 2 im deutschen Schüler Cup für Silas Forthaus (Jungen U14), Malte Gersting auf Platz 5 und Paul Bultschnieder auf Platz 8.
Umgedrehte Reihenfolge im Schüler Cup: Niklas vor Silas und Max
Justin Niermeier siegt bei den männlichen Junioren U18
Nele Barwich liegt in der Damen Klasse beim Mühlenrodeo ganz vorn.
Naya, Sebastian (Seppl), Finn und Silas bei den C1
Der Playspot liegt direkt unter dem Limburger Don an der Obermühle – eine wirklich beeindruckende Kulisse mit ganz besonderer Atmosphäre

Bilder: Andreas Lohmann, Nele Barwich, Freddy Blawid, Stefan Barwich

Text: Stefan Barwich

Bericht in der “Glocke” am 30.09.2025
Bericht im Stadtgespräch 11-2025
Bericht im Kanu Sport 11/2025

Link zum DKV

https://www.kanu.de/Baden-Wuerttemberg-und-Nordrhein-Westfahlen-dominieren-den-deutschen-Freestyle-Schuelercup-92441.html

Link zum Kanu-Verband NRW

https://www.kanu-nrw.de/de/verband/aktuelles/kv-nrw-news/deutscher-schueler-cup-2026-im-kanu-freestyle/?returnToListName=News_Newsroom_Teaser_1439&returnToListPage=1&returnToModule=1439

Ergebnisliste

Deutscher Meister/in im Kanu-Freestyle 2025: Justin Niermeier und Nele Barwich

am Samstag, den 30.08.2025 wurde die deutsche Meisterschaft im Kanu-Freestyle in der Ruhr-Walze beim SKC Neheim-Hüsten

Kanu-Freestyle in der “Ruhr-Walze” in Neheim-Hüsten

und die Squirtwettbewerbe beim KC Wickede ausgetragen.

Beim Squirten gilt es verschiedenste Rotationsbewegungen flüssig miteinander zu verbinden und zusätzlich mit Boot und Paddler möglichst lange abzutauchen.

Für die Kanuten des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda e.V. ist das wilde Wasser der Ruhr der bevorzugte und nächste Trainingsort. So traten beim „Wiedenbrücker Heimspiel“ gleich 6 Paddler von der Ems gegen die bundesweite Konkurrenz an. Da die Ruhr in diesem Jahr aufgrund der großen Trockenheit aber nur selten ausreichend Wasser führte, konnten die geplanten Trainingseinheiten in Neheim-Hüsten in der Zeit von Mai bis August nur sehr selten durchgeführt werden. Passend zur Deutschen Meisterschaft wurde aber der Wasserablass von der Sorpetalsperre erhöht, da an der Möhnetalsperre eine Baustelle eingerichtet und der Wasserablass dort reduziert werden musste. Dies bescherte den Kanu-Freestylern wider Erwarten optimale Wasserbedingungen für die deutschen Meisterschaften.

Schäumendes Wildwasser auf der Ruhr

Die Kanu-Freestyler aus der gesamten Republik konnten High-Score Tricks präsentieren und lieferten sich bis in den Abend spannende Wettkämpfe am  Playspot im Sauerland.

Die Ausrichter SKC Neheim-Hüsten und die Organisatoren vom Kanu-Freestyle-Team NRW um Patrick Stange sowie Headjudge Roman Glasmann sorgten für ein tolles Event und die zahlreich aus Wiedenbrück, angereisten KCWD-Fans sorgten für gute Stimmung an den Ufern der Ruhr.

Deutsche Meisterin Squirt Damen: Nele Barwich

Eine besondere Kategorie ist die Squirtbootklasse.

Hier gilt es auf dem flachen Wasser möglichst viele verschiedene Rotationen und Drehungen, möglichst ohne Zuhilfenahme des Paddels auszuführen und zusätzlich komplett mit dem sehr flachen Boot und Paddler abzutauchen und möglichst lange unter der Wasseroberfläche zu verbringen.

Nele Barwich ging als Weltmeisterschafts-6. Platzierte und Bronze-Medaillen-Gewinnerin des World Cups 2024 als Favoritin in diesen Wettbewerb. Um vertikalere Tricks ausführen und tiefer Abtauchen zu können, wurde dieser Wettbewerb im benachbarten Wickede im tiefen Wasser hinter einer Wehranlage ausgetragen. Souverän setzt sich die 22-jährige Studentin im Finale gegen die Konkurrenz aus Köln und München durch. Jeder ihrer 3 Läufe Finalläufe lag über den „Scores“ der Wettbewerberinnen, so dass Nele Barwich den Titel der deutschen Meisterin unangefochten im Squirtboot an die Ems holte.

Damen Squirt v.l.: Naya Daruwala (KC Zugvogel Köln), Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda), Katja Basharina (CMK München)

Deutscher Meister Junioren U18: Justin Niermeier

Bei den männlichen Junioren U18 lieferten sich die beiden Wiedenbrücker Justin Niermeier und Mads Barwich einen spannenden Wettkampf um die deutsche Meisterschaft. Während im Vorlauf zunächst Justin vorne lag, setzte sich im Halbfinale Mads Barwich an die Spitze. Im Finale der besten 5 Junioren entscheidet der punkthöchste von 3 Läufen über den Sieg. Nachdem Mads Barwich u.a. mit Entry-Move und Phonics Monkey stark vorgelegt hat, wurde er dann doch noch von seinem Vereinskameraden übertroffen. Mit 433 Punkten, die er u.a. mit einer starken Cartwheel-Tricky Woo-Kombination sicherte sich der 18-jährige WM-Teilnehmer Justin Niermeier die deutsche Meisterschaft. Vizemeister wurde Mads Barwich vor dem Limburger Kian Weisbrod.

Junioren U18 v.l.: Mads Barwich, Justin Niermeier (beide KCWD), Kian Weisbrod (KC Limburg)

Deutscher Vize Meister Junioren U18: Mads Barwich

Junioren Finale – Simon Ramsayer, Mads Barwich, Justin Niermeier, Tim Beck, Felix Ramsayer

Deutsche Vize Meister Master U40: Stefan Barwich

In der Masterklasse der über 40-jährigen paddelt der 56-jährige Stefan Barwich hinter dem Bremer Mike Lochny auf den 2. Platz.

Masters U40 v.l.: Stefan Barwich (2. Platz, KCWD), Christoph Andrzejewski (3. Platz, FF Essen), Mike Lochny (1. Platz, TURA Bremen)

3. Platz Damen Kajak: Nele Barwich

Den 3. Platz im Freestyle Kajak der Damen holte sich Nele Barwich. Die mehrfache WM- und EM-Teilnehmerin musste sich lediglich der Münchnerin Ekatarina Basharina und der Kölnerin Naya Daruwala geschlagen geben.

Damen Finale: Katja Basharina (CMK München), Nele Barwich (KCWD), Esta Fullmann, Naya Daruwala (KC Zugvogel Köln) und Anna Führer (KC Limburg)

In der Klasse der unter 14-jährigen Schüler traten Silas Forthaus und Malte Gersting an und landeten gemeinsam auf Platz 6 des Feldes. Für die beiden Youngster war es das Debut bei den deutschen Meisterschaften in der Klasse U14.

Silas Forthaus
Malte Gersting

Fotos: https://der-ausloeser.smugmug.com/, Sylvia Daruwala, Tanja Pilgrim-Barwich, Stefan Barwich

Text: Stefan Barwich

Bericht in der Neuen Westfälischen am 10.09.2025:

Bericht in der Glocke am 12.09.2025:

Bericht im “Stadtgespräch” 10/2025:

Bericht im Kanu Sport 10/2025:

Link zum KV NRW:

https://www.kanu-nrw.de/de/verband/aktuelles/kv-nrw-news/deutsche-meistertitel-im-kanu-freestyle-gehen-nach-nrw/?returnToListName=News_Newsroom_Teaser_1454&returnToListPage=1&returnToModule=1454

Link zu kanu-freestyle.info

https://www.kanu-freestyle.info/2025/09/01/deutsche-meisterschaft-im-kanu-freestyle

Link zum DKV

https://www.kanu.de/Deutsche-Meisterschaft-im-Kanu-Freestyle–92280.html

Link zum Kanu-Bezirk 10 (Ostwestfalen)

Kanu-Freestyle Weltmeisterschaft – KCWD erfolgreich

Die Kanu-Freestyle Weltmeisterschaften wurden 2025 auf der Isar im niederbayrischen Plattling ausgetragen. Die Isarwelle ist nicht nur “der Freestyle-Spot in Deutschland”, sondern auch weltweit einer der Top-Playspots. Auch die KCWD-Freestyler zieht es immer wieder dorthin, um dort auf der Isar mit direkter Camp-Möglichkeit an der Welle zu trainieren.

Die Brücke über den Altarm der Isar ist international beflaggt.

Für das deutsche Nationalteam hatten sich 2 Emskanuten für die Weltmeisterschaften qualifiziert. Dazu kamen bei der erstmals offiziell ausgetragenen Masters-Weltmeisterschaft 2 weitere Freestyle-Routiniers von der Ems.

Die KCWD-Paddler/innen im deutschen Team für die WM 2025 in Plattling: Justin Niermeier (Junioren Kajak), Stefan Barwich (Masters Ü50), Nele Barwich (Damen Kajak und Squirtboot) und Robert Fiedler (Masters Ü50)
Nele Barwich ging im Kajak der Damen an den Start.
Justin NIermeier trat bei den männlichen Junioren an.
Die KCWD-Routiniers Stefan Barwich (links) und Robert Fiedler (rechts) nahmen an der Masters-Weltmeisterschaft Ü50 teil. In der Mitte Christoph Andrzejewski (FF Essen)
Nele Barwich paddelte zusätzlich im Squirtboot der Damen.
Das gesamte deutsche Nationalteam bei der WM 2025 in Plattling.

Der sehr regenarme Winter und das noch trockenere Frühjahr hatte bereits die Qualifikation für das deutsche Team im März und die WM-Vorbereitung erschwert. Schließlich stand auch die Weltmeisterschaft lange wegen Wassermangels „auf der Kippe“.

Das “Feature Isarwelle” – Je nach Wasserstand ging es mal flussseitig rechts oder links in die Welle.

Ergiebigere Regenfälle im Vorfeld der Weltmeisterschaft ließen aber die Pegel steigen, so dass die WM mit einer großartigen Eröffnungsfeier und einem Umzug der Athleten durch die Nibelungenstadt Plattling zur Welle in den Isarauen eröffnet werden konnte. Große Hitze und Trockenheit während der Weltmeisterschaft führten aber dazu, dass der Isarpegel dann doch wieder stark sank und die Weltmeisterschaft leider vorzeitig abgebrochen werden musste. Unter der Führung des Headjudges Charlie Brackpool (GB) gelang es aber, dass alle Boots- und Altersklassen zumindest einmal an den Start gehen konnten.

Die Ermittlung der Weltmeister/innen fand so z.T. schon nach den Vorläufen oder Viertel- bzw. Halbfinals statt. Taktisch kluge Läufe, da nicht alle üblichen High-Score Tricks möglich waren, und natürlich wie immer etwas Glück waren gefragt.

Bei den Junioren im Kajak rückte Justin Niermeier (KC Wiedenbrück-Rheda) für seinen Vereinskameraden Mads Barwich, der aufgrund einer Schulterverletzung nicht starten durfte, kurzfristig ins Team nach. Mads blieb trotz gut verheiltem Schlüsselbeinbruch nur die frustrierende Zuschauerrolle.

Für Mads (ganz rechts) blieb bei der Weltmeisterschaft aufgrund seines Schlüsselbeinbruchs leider nur die Zuschauerrolle übrig – Das hatte er sich natürlich anders vorgestellt.

Glücklicherweise war die Verletzung so gut verheilt, dass Mads noch in Plattling das Training wieder aufnehmen konnte und zumindest außerhalb des offiziellen Wettkampfs sein grosses Können unter Beweis stellen konnte.

Als Ersatz für ihn nahm der 18-jährige Wiedenbrücker Justin Niermeier kurzfristig Urlaub und zeigte, warum er die direkte Qualifikation für das Nationalteam nur um eine Haaresbreite verpasst hatte. Dem WM-Teilnehmer von 2023 und EM-Teilnehmer 2024 gelang es mit gekonnten McNastys 360 Punkte zu erpaddeln, die ihn auf Platz 20 des Juniorenfelds trugen. Weltmeister wurde der Österreicher Jonas Hermann.

Auf dem etwas undankbaren Platz 21 im Kajak der Damen landete Nele Barwich, die nun schon zu ihrer 4. Weltmeisterschaft (zusätzlich 2 EM-Teilnahmen) in Folge antrat.

“Don’t touch the stones” – Präzision war bei dem niedrigen Wasserstand beim Loopen gefragt.
Ob es wohl ein McNasty wird?

Damit verpasste sie um einen Platz den Einzug ins Viertelfinale der Top20. Weltmeisterin wurde Ottilie Robinson-Shaw aus Großbritannien.

Die Squirtbooter, die ihre Tricks unterhalb der Walze in Strömung und Kehrwasser ausführen und als Krönung ihrer Läufe möglichst lange und tief mit samt des ganzen Boots und des Körpers untertauchen, tangierte der niedrige Wasserstand weniger.

Beim Mystery Move ist Ziel, dass Paddler und Boot komplett unter Wasser tauchen.
Und weg ist Nele in den Tiefen der Isar.

Sie konnten ihre Runden ungehindert durchziehen. Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda) zog als 6. Platzierte in das Halbfinale der Top 10 ein.

Aber auch Tricks über der Wasseroberfläche sind gefragt.
Rotation mit und ohne zu Hilfenahme des Paddels bringen Punkte ein.

Hier zeigte sich, dass sich Nele, die erst 2022 bei der WM in Nottingham vom Bremer Finn Krössig zum Squirtbootfahren motiviert wurde, im weltweiten Vergleich nicht verstecken muss.

Finn Krössig (TURA Bremen) zeigt, dass er nicht nur motivieren, sondern auch selbst “verdammt gut” Squirtbootpaddeln kann.
Körperbeherrschung und auch Kraft sind gefragt.
Platz 4 bei der WM für den Bremer Finn Krössig, der auch oft mit Nele trainiert, nicht nur im Wiedenbrücker Lehrschwimmbecken.

Mit 505 Punkten im Halbfinale landete die 22-jährige Nele auf Platz 6 der Gesamtwertung.

Und immer wieder geht es abwärts zum “Mistery”

Lediglich 2 starke Britinnen mit 3-fach Weltmeisterin Ottilie Robinson-Shaw und 3 Amerikanerinnen lagen vor der Bronze-Medaillen-Gewinnerin des World-Cups 2024. Das intensive Training mit den „Norddeutschen“ aus Bremen und mit Andreas Leitmann (Platz 8 bei der WM) aus Osnabrück hat sich ausgezahlt.

Squirtboot-Team Germany v.l. Mike Lochny (TURA Bremen), Naya Daruwala (KCZ Köln), Mirco Huntemann (Bundestrainer, Bremen), Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda), Finn Krössig (TURA Bremen). Es fehlt Andreas Leitmann (WSV Osnabrück).
“Mit allen Wassern gewaschen” und ganz vorn in der Welt dabei: Mike Lochny (Platz 6), Naya Daruwala (Platz 9), Bundestrainer und “Mental Coach” Mirco Huntemeier, Nele Barwich (Platz 6) und Finn Krössig (Platz 4). Es fehlt auf dem Bild Andreas Leitmann (Platz 8).
Hat den Grundstein für die erfolgreichen deutschen “Squirtboot Youngsters” gelegt und die “Oldies” zusätzlich motiviert. Finn Krössig von TURA Bremen.

Bei der Masters-Weltmeisterschaft traten mit Robert Fiedler und Stefan Barwich gleich 2 KCWD-Routiniers in der Klasse Ü50 an. Der niedrige Wasserstand verhinderte auch bei den erfahrenen Freestylern Höchstpunktzahlen, aber nicht vordere Platzierungen der KCWD-Teilnehmer.

Robert Fiedler trainiert nicht nur die KCWD Kanu Kids, sondern ist auch selbst gut und mit Freude in der Welle unterwegs.

Robert Fiedler paddelte bei den über 50-jährigen auf Platz 4,

Robert sucht das “Set up” im Schaumberg.
Bei Hitze und Sonnenschein in Plattling Stefan, Nele und Canoe Dog “Burton”

Stefan Barwich auf Platz 6. Weltmeister wurde der Japaner Yagi Tatsuya.

“Trikot Tausch”: Weltmeister Ü50 Yagi Tatsuya und Thomas Dimke (FF Freiburg, Ü40).
Masters Party

Erfreulicherweise wurden die Wiedenbrücker-Freestyler auch von einem großen Fan-Team unterstützt. Neben zahlreichen Kanu-Freestyle Fans aus dem Westen der Republik waren auch Anja, Micha, Tanja, Dorothee, Rüdiger, Nina und Jessica eigens aus Wiedenbrück nach Plattling gereist, um ihre Familienangehörigen und Freunde zu sehen, anzufeuern und mit ihnen die Erfolge zu feiern, gemeinsamer Besuch des Volksfests in Plattling inklusive.

Canoe Dog Burton alias “Berthold” oder “Börtel” ist ebenfalls bekennender Fan des Squirtboot Teams Germany.
Partystimmung an der Isar in Schorschi Schauffs Party Location
Volksfest und Kanu-Freestyle gehören in Plattling zusammen.
Die bayrische Polizei, immer hilfsbereit und freundlich, hatte die Lage an der Isarwelle in Plattling unter Kontrolle.
Team Austria im Geparden Look “immer gut drauf” – Die Österreicher sind die Stimmungskanonen unter den Freestylern.
Team NRW bei der Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaft in Plattling (von links):
Robert Büchmann (SKC Neheim-Hüsten), Platz 41 Herren Kajak
Naya Daruwala (KCZ Köln), Platz 14 Kajak, Platz 9 Squirtboot & Platz 8 Canadier Damen
Justin Niermeier (KC Wiedenbrück-Rheda e.V.), Platz 20 Kajak Junioren
Christoph Andrzejewski (Faltboot-Fahrer Essen), Platz 7 Masters Ü50
Stefan Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda e.V.), Platz 6 Masters Ü50
Nele Barwich (KC Wiedenbrück-Rheda e.V.), Platz 21 Kajak, Platz 6 Squirtboot Damen
Robert Fiedler (KC Wiedenbrück-Rheda e.V.), Platz 4 Masters Ü50
“Mehr Wasser auf dem Foto als im Bach” – Vielen Dank für die professionellen Fotos an https://der-ausloeser.smugmug.com/

Links zu weiteren Berichten und Ergebnissen:

https://www.kanu-nrw.de/de/verband/aktuelles/kv-nrw-news/kanu-freestyle-weltmeisterschaft-in-plattling—ein-rueckblick-aus-nrw-sicht/?returnToListName=News_Newsroom_Teaser_1454&returnToListPage=1&returnToModule=1454

https://www.canoeicf.com/canoe-freestyle-world-championships/plattling-2025

https://www.canoeicf.com/news/titles-awarded-world-championships-cut-short-due-low-water-levels

https://www.kanu-freestyle.info/news

Erfolgreiches deutsches Team bei der WM: Anne Sommerauer Weltmeisterin Ü40, Anica Schacher (Vizeweltmeisterin Damen Canadier), Helmut Wolff (Vizeweltmeister Ü60), Tim Rees (Vizeweltmeister Herren), Andrea Hacker (Vizeweltmeisterin Ü50), Jutta Kaiser (Weltmeisterin Ü50).

https://www.kanu.de/Freestyle-Heim-WM-Abbruch-2-Gold-4-Silber-fuer-Deutschland-91943.html

Bericht in der “Glocke” am 22.08.2025

Fotos: https://der-ausloeser.smugmug.com/, Tanja Pilgrim-Barwich, Robert Fiedler

Text: Stefan Barwich