Am 22.07.2025 gab es beim Kanu-Club Paderborn ein Arbeitstreffen mit der Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann (Grüne) zum Befahrungsverbot der Lippe ab Sande. Daran war auch Stefan Barwich für den Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda e.V. beteiligt.

https://kanu-club-paderborn.de/2025/08/03/arbeitstreffen-mit-landtagesabgeordneter-norika-creuzmann/
Hintergund des Treffens:
Die Bezirksregierung Detmold hat das Paddeln auf der Lippe vom Lippe-See in Paderborn-Sande aufgrund niedriger Pegelstände bis zum 30.09.2025 untersagt.
Der Vorstand des Kanubezirks 10 Ostwestfalen unterstützt vom Kanu-Verband NRW, den Bezirksvereinen und ostwestfälischen Kanu-Verleihern bemüht sich derzeit bei der Bezirksregierung um eine Aufhebung des Befahrungsverbots bzw. um eine für uns Kanuten akzeptable Befahrungsregel.
Die Sperrung der Renaturierung trifft die ostwestfälischen Kanuten besonders stark, da dadurch die Befahrung der Strecke von Sande bis Boke nicht mehr möglich ist. Denn im weiteren Verlauf der Lippe bis Boke besteht ein Uferbetretungsverbot, so dass der Einstieg erst wieder ab Boke möglich ist.
Der Abschnitt Sande – Boke ist aber “der Flussabschnitt, in dem fast alle Kanuten aus der Region, das Paddeln im bewegten Wasser gelernt haben”.
In den kleinen “Stromschnellen” bzw. Sohlgleiten können die Basistechniken wie Kehrwasser fahren, Traversieren der Strömung und “Wasser lesen” trainiert werden. Diese sind die Voraussetzung für das sichere Befahren von Klein- und Wildflüssen, Wildwasser und Kanu-Freestyle. Die Sperrung zwingt uns auf weiter entferntere und bereits stark frequentierte Flussabschnitte auszuweichen.
Betroffen sind z.B. die Sonntagsfahrten “mit dem Kanu in der Region”, die Ferienspielaktion sowie das Training der Kinder und Jugendlichen.
Umweltbewußtes Paddeln z.B. durch Beachtung der Pegelstände (River-App) vor Fahrtantritt und das zügige Durchfahren der Renaturierung ohne Uferbetretung sind dabei eine Selbstverständlichkeit. Ziel für uns Kanuten ist es, von der gut zugänglichen und eigens angelegten Einstiegsstelle am Gut Lippesee in den am Ende der Renaturierung beginnenden Flußabschnitt mit seinen “Stromschnellen” (inkl. der Riegelstrecke am Renaturierungsauslauf) zu gelangen.
Wir hoffen auf eine baldige akzeptable Lösung bzw. eine Aufhebung des Befahrungsverbots.
Text: Stefan Barwich


























