In der ersten Woche der NRW-Herbstferien 2025 reiste eine 14-köpfige Gruppe des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda nach Wildalpen in der Steiermark.

Sieben Kinder, drei paddelnde Mütter und das vierköpfige Betreuerteam verbrachten eine intensive Woche rund um Wildwasser, Natur und Gemeinschaft.


Untergebracht war die Gruppe im Selbstversorgerhaus „Black Sheep“. Hier wurden täglich Frühstück, Mittagessen und Abendessen gemeinsam vorbereitet und in Kochgruppen organisiert.



Behutsamer Einstieg ins Wildwasser
Im Mittelpunkt der Freizeit stand das behutsame Heranführen an den Kanusport im Wildwasser. Nach ersten Übungen im ruhigen Bereich der Salza folgten Trainings in den Stromschnellen und an der beliebten Übungswelle direkt beim Naturfreunde-Campingplatz. Die Kinder lernten grundlegende Techniken wie Kehrwasserein- und -ausfahren, Traversieren und das sichere Verhalten im Wildfluss – stets begleitet und unterstützt durch das erfahrene Betreuerteam.







Ergänzend dazu wurden wichtige Sicherheitsübungen durchgeführt: der Umgang mit dem Wurfsack, das Einrichten eines Flaschenzugs sowie das richtige Anlegen und Verwenden des Bergegurt. Diese Übungen stärkten nicht nur das Sicherheitsbewusstsein, sondern auch das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.


Touren auf der Salza

An mehreren Tagen paddelte die Gruppe auf unterschiedlichen Abschnitten der Salza. Die Aufnahmen zeigen klares Wasser, ruhige Flussabschnitte, sonnige Ufer, aber auch erste Wellen und kleine Stufen, die souverän bewältigt wurden.






Slalomstrecke und spielerische Elemente
Ein Höhepunkt war der Besuch der Slalomstrecke in Wildalpen. Hier wurde das spielerische Befahren von Wildwasser von Kehrwasser zu Kehrwasser bis zur Kernstelle der Stufe am städtischen Campingplatz geübt.





Hinterwildalpenbach & Helli-Welle
Der Hinterwildalpenbach bot mit seinen Stufen und Rinnen viel Abwechslung.


Besonders mutig meisterten die jüngsten Teilnehmer die Helli-Welle am Naturfreundehaus – vor allem für die jüngsten Teilnehmer – war die Befahrung der Helli-Welli schon sehr aufregend. Mit gerade einmal neun Jahren meisterten sie diese Herausforderung mit beeindruckendem Mut.

Naturerlebnisse – Indian Summer im Salzatal
Die Herbstfarben rund um Wildalpen boten eine beeindruckende Kulisse: goldene Wälder, türkisfarbenes Wasser und steile Felswände.





Lagerfeuer und Abendaktivitäten
Nach den Paddeltagen verbrachte die Gruppe gemeinsame Abende am Lagerfeuer oder im Aufenthaltsraum. Gespräche, Spiele und das gemeinsame Erleben stärkten die Gemeinschaft.





Auch abseits des Bootes gab es viel zu erleben. Eine gemeinsame Wanderung auf den Wildalpener Hausberg führte die Gruppe bis zur markanten Gams auf der Spitze und bot herrliche Ausblicke über das Salza-Tal.





Zum Abschluss der Freizeit genoss die gesamte Gruppe ein gemeinsames Abendessen im Wildalpener Kultrestaurant „bei Traudl“ – ein stimmungsvoller Ausklang einer ereignisreichen Woche.
Zwischenstopp in Plattling
Auf dem Hinweg nach Wildalpen legte die Gruppe einen Zwischenstopp an der bekannten Kanu-Freestyle-Strecke in Plattling ein. Dort zeigten die Betreuer den Kindern die berühmte Welle, auf der zuletzt die Weltmeisterschaft im Kanu-Freestyle ausgetragen wurde. Einige Sportlerinnen und Sportler des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda hatten selbst an diesem Wettkampf teilgenommen – ein inspirierender Moment für den Nachwuchs.

Fazit
Die Herbstfreizeit in Wildalpen war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis voller Abenteuer, sportlicher Erfolge und wertvoller gemeinsamer Zeit. Die Kinder zeigten eine steile Lernkurve: Ihre technischen Fähigkeiten und ihr Mut stiegen nahezu exponentiell an.

Unterstützt wurde die Fahrt durch einen Zuschuss des Jugendamts der Stadt Rheda-Wiedenbrück sowie durch Lebensmittelspenden der Bäckerei Sudbrock und der Fleischerei Gröne aus Wiedenbrück.

Wenn die Kanu-Kinder weiterhin so eifrig trainieren, werden sie bald selbst in die berühmte Isar-Welle von Plattling einfahren und dort erste Kanu-Freestyle-Tricks performen können.
Bereits jetzt ist eine Wiederholung der Tour für 2026 in Planung.

Dafür wird im Winter kräftig im Hallenbad sowie – wenn möglich – auf den hochwasserführenden Bächen im Sauerland trainiert. Ziel ist es, sowohl die Wildwassertechnik als auch die Skills im Kanu-Freestyle weiter zu verbessern.
Der Kanu-Club bedankt sich herzlich beim Betreuerteam sowie bei den engagierten Müttern, die die Freizeit bereicherten und mitgestalteten.

Fotos: Janin, Marla, Marlen, Nicole und Stefan
Text: Stefan (supported by AI)