Bezirksfrühlingsfahrt auf der Werre

Am 17.03.2024 starteten die ostwestfälischen Paddler/innen mit der Frühlingsfahrt auf der Werre gemeinsam in die neue Kanu-Saison. Vom Einstieg am Bootshaus des Herforder Kanu Klubs ging es zunächst durch die Stadt Herford, an der Elsemündung entlang bis zum Kanu-Club Löhne. Ca. 70 Teilnehmer u.a. aus Herford, Löhne, Gütersloh, Bad Oeynhausen, Bielefeld, Minden und Schieder sowie natürlich 16 Ems-Paddler/innen vom KCWD nutzten das herrliche Frühlingswetter für einen Ausflug auf dem linken Nebenfluß der Weser.

Das KCWD Team vor dem Start am Herforder Kanu Klub
Nele startet von der Rollenrampe in die Werre.

Schon kurz nach dem Start erreichten sie das Wehr am Bergertor, wo früher Kanu-Slalom Regatten ausgetragen wurden. Doch der dortige “Wildwasserkanal” aus Stahleinbauten ist längst Geschichte und die Wehranlage muß mit einer Portage überwunden werden.

Kaum losgepaddelt landet man in der Schlange vor dem Einstieg am Bergertor – David und Martha nehmen es gelassen.

An dessen Ende wartet eine etwas tückische Einsatzstelle, der der ein oder andere Wanderfahrer durchaus Tribut in Form eines Bades in der Werre zollen sollte. Die wildwassererfahrenen Emspaddler meisterten das natürlich problemlos.

Ganz ohne Surfen geht natürlich gar – Ole und Stefan mit dem Wanderzweierkajak auf dem Weg in die Wellen an der Wehranlge am Bergertor.

Schnell ließ man die Herforder Innenstadt hinter sich und die Werre schlängelt sich mit hohen Ufern über einige kleine Schwälle durch die Landschaft. Gestern noch beim Stadtputztag in Rheda-Wiedenbrück aktiv, hatten die Kanuten von der Ems natürlich “einen Blick” für die Umweltverschmutzung entwickelt. Doch zeigten sich alle Paddler sehr erschrocken wieviel Müll und Plastik die Winterhochwasser in die Steilufer und Bäume der Werre gespült hatten.

Auch Hendrik hat den Start in den Frühling nicht verpaßt.
Und schon wieder eine Portage – Zeit für eine Pause und etwas Unterhaltung. Leider kann auch dieses Wehr nicht befahren werden.
Weiter geht es für Familie Welz in Richtung Löhne.

Martha und David kennen sich “mit Kanu fahren” aus. Sie gehen regelmäßig am Samstag zur “Wasser- und Kanu-Gewöhnung” für Kinder von 1 – 6 Jahren ins Pius-Bad.

Ein gut gelaunter Rüdiger
Beatrice und ihr Invader – ein Team seit vielen Jahren
“Der Kapitän steigt als letzter ins Boot” – Wanderwart Jürgen sorgt dafür, dass nach dem Umtragen alle wieder sicher ins Boot kommen. Mit Charme und etwas Nachdruck lassen sich “auch Damen fortgeschrittenen Alters aus dem Weserbergland” beim Einsteigen helfen.

Auch die Sohlschwelle nach der Elsemündung muß von den meisten Paddlern noch umtragen werden. Für Nele und Rüdiger geht es mit Boof und Schwung über den tückischen Rücklauf hinweg, direkt in Richtung Löhne. Beim dortigen Kanu-Club erwartet uns das Team um Jürgen Förster. Mit einem köstlichen Grillbuffet und kühlen Getränken geht der Jahresauftakt der ostwestfälischen Kanuten zu Ende. Wir treffen uns dann bei diversen Veranstaltungen oder irgendwo “auf’m Bach” wieder.

Vielen Dank an die Organisatoren vom Bezirk 10, vom Herforder und Löhner Kanu-Club.

Fotos: Rüdiger Gerks, Nele Barwich, Thomas Welz

Text: Stefan Barwich

Stadtputztag in Rheda-Wiedenbrück

Mitte März findet in Rheda-Wiedenbrück traditionell der Stadtputztag statt. Schulen, Gruppen, Vereine und Bürger befreien Stadt und Natur von Müll, der sich über den Winter angesammelt hat oder all zu oft achtlos in die Landschaft geworfen wurde. 2024 war der Kanu-Club mit einer besonders großen Gruppe am Start. Mehr als 20 Helfer/innen sammelten an und auf der Ems zwischen der Langenstraße und dem Hallenbad Müll und Unrat.

Auf dem Schulhof wurden Müllbeutel und Greifzangen an hochmotivierte Kanuten/innen ausgegeben.
Selbst die jüngsten Vereinsmitglieder wurden eingespannt. Lutz befreit die Wiesen an der Ems vom Müll.
Nick und Colin ziehen mit Müllbeutel und Greifzange los an die Ems.
Ein ganzer Anhänger voll Müll wurden zwischen dem Hallenbad und der langen Straße aus der Ems, an den Ufern und in den Wiesen gesammelt.

Natürlich wurde wie jedes Jahr ein Fahrrad aus der Ems gezogen, aber auch eine Europalette aus der Streuobstwiese und ein Bügelbrett ging den fleißigen Sammlern ins Netz.

Auch “Die Glocke” berichtet über den Einsatz der Rheda-Wiedenbrücker Bürger.
“Einsatz auf der Ems” Nico und Oli fahnden auf ihrem Heimatgewässer nach Umweltstraftaten und stellen die Beweise sicher.

Aber nicht nur Umweltschweinereien auch die Auswirkungen der diesjährigen Winterhochwasser wurden beseitigt.

Der Bootssteg ist mit einer dicken Schlammschicht bedeckt.
“Wer paddeln will, muß schaufeln können”. Die Kanu Kids rücken mit Spaten und Schaufeln gegen den “Nilschlamm” vor.
Ganz ohne Kanu geht es natürlich bei uns nie – So wird auch noch das Ufer zwischen Bootshaus und Hallenbad auf beiden Seiten vom Müll befreit.
Im Vereinsbootekeller wird ein Regal für die Paddel und Helme installiert, sämtliche Spritzdecken sortiert und beschriftet.
Gruppenfoto mit “Beute” auf dem gereinigten Steg bevor der Müll zum Recyclinghof gebracht wurde. Doch einige der fleißigen Helfer/innen waren noch so in die Arbeit vertieft bzw. “in der Botanik” verstreut, so dass sie leider nicht rechtzeitig zum Fototermin geschafft haben.

Zur Belohnung für alle “Umweltaktivisten” gab es von der Stadt und einigen Sponsoren einen Imbiss mit Getränken und Lasagne im Recycling-Hof.

Gute Laune am KCWD Tisch zwischen den vielen anderen Aktiven des Stadtputztags.
KCWD-Organisator Bernd und die Kanu-Kids sind stolz auf das geleistete.

Der Stadtputztag ist nicht nur eine hervorragende Gemeinschaftsaktion der Rheda-Wiedenbrücker Bürger zum Wohle der Umwelt. Er zeigt auch uns Kanuten, wie wichtig es ist mit Natur und Umwelt achtsam umzugehen und wie mühsam es ist, Umweltschäden zu beseitigen. Schon auf unserer nächsten Kanutour am darauffolgenden Sonntag auf der Werre wurde die Umweltverschmutzung viel intensiver wahrgenommen und diskutiert.

Vielen Dank an alle für Euren großartigen Einsatz!

Fotos: Nele und Stefan Barwich

Text Stefan Barwich