Category Archives: Wildwasser

WildwasserFreu(n)de in Osttirol und Kärnten

Die diesjährige Wildwassertour über das lange Fronleichnams-Wochenende führte uns nach Lienz in Osttirol auf den Campingplatz Falken.

Blauer Himmel und das imposante Lienzer Dolomitenpanorama empfingen uns.
“Der Entspannte” hatte die Zeltwiese für uns reserviert.
Noch herrscht Ruhe auf dem Campo und nur Marlies und Bernd haben ihr Wohnmobil in der Pole Position aufgestellt.
Auch Christof und Christiane haben sich frühzeitig einen Platz für Wohnwagen und Motorrad gesichert.
Nach und nach füllt sich der Platz mit KCWD-Paddlern.

Natürlich hatten alle vorschriftsgemäß eine Ein- und Ausreiseerklärung abgegeben und die notwendigen Schnelltests absolviert. Auch Impfpass und FFP 2 Maske durfte nicht fehlen. Auf das sonst übliche Gemeinschaftszelt mußten wir leider noch verzichten.

Am ersten Paddeltag zog es eine Gruppe auf die Wasserfallstrecke an den Defereggenbach und die andere nach Kärnten auf Möll und Lieser.

Ansgar auf dem Defereggenbach
Gleich geht’s runter für David
Nicht mal Fliegen ist schöner !
Die Schwerkraft nimmt ihren Lauf !

Das zweite Team wollte sich zunächst auf der Möll “easy going” einpaddeln.

Doch die Slalomstrecke in Flattach empfing uns mit Topwasserstand. Nele zeigt wie es geht.
Gleich zu Anfang muß Bernd sich konzentrieren.
Mads rockt die Eingangswalze.
Stefan muss voll durchziehen.
Johannes fährt schwungvoll aus dem Kehrwasser.
Ein toller Auftakt in ein schönes Wochenende.
Aber erst mal gibt’s Eis im Kehrwasser in Obervellach.

Doch auch nach mehr als 20km Möll ist der Hunger auf “echtes Wildwasser” noch nicht gestillt und wir machen uns auf dem Weg zur Lieser. Gestartet wird am Bushäuschen an der Nickelbauerbrücke.

Gleich danach geht es für Bernd, Nele, Mads und Stefan in den Straßenwärterschwall.
Auf dem Campingplatz zurück ist es Zeit fürs Abendessen.
Rainer genießt den Abend.
“Ohne Mampf kein Kampf” scheint die Divise bei Ansgar, David und Luisa zu sein.
Während man bei Gretenkorts schon auf flüssige Nahrung umgestellt hat.
Marlies genießt den schönen Abend unter der Markise.

Am nächsten Tag befuhr eine Gruppe die Gail von Obertilliach bis zur Brücke Birnbaum nach Nostra. Bei ordentlich Wasser mußten sie das ein oder andere Baumhindernis bezwingen, konnten sich aber über eine mehr als 18km lange Tour durch die enge Gailschlucht freuen, die von den Paddlern volle Konzentration und gute Wildwassertechnik abverlangte.

Die zweite Truppe startet hinter dem Katarakt bei Huben in die Isel in Richtung Lienz. Besonders das Stück bis St. Johann im Wald wartete mit wuchtigen Wellen und Walzen auf, so daß es auch die ein oder andere Kenterung gab.

Start in Huben bei noch relativ niedrigem Wasserstand, doch der Defereggen- und Kalser Bach brachten ordentlich Zuschuss Wasser.
Endlich mal wieder in der Gruppe im Wildwasser unterwegs zu sein, war für alle ein Erlebnis.
Rainer und Christina
Johannes, Christina, Bär und Marius
Marius und Lea im Topoduo
Grosse Freude bei Lea über den Wildwassertrip auf der Isel
Luisa
Christina

Zügig ging es auf der Isel voran, durch die Schwälle und Stufen bei Ainet, an der Burg von Lienz vorbei und durch das Stadtgebiet. “Dort galt es vor der Draumündung die wuchtige Gefällstufe (jetzt der sog. “Action-Rapid”) zu meistern. Das klappte bei den meisten gut, ansonsten bewies die Gruppe, daß sie auch im Bergen versiert ist.

Bernd
Luisa und Bär

Zum Abschluß des Tages nahmen Christina, Mads und Stefan noch die Drau ab Galitzenklamm bis zum Kosakenfriedhof in Angriff.

Stefan auf der Drau.
Feierabendtour auf der Drau für Mads, Christina und Stefan
Abendstimmung auf dem Campingplatz Falken. Müde Paddler freuen sich auf die Nachtruhe.

Die Begeisterung für die Lieser und der gegenüber dem 1. Tag noch weiter gestiegene Wasserstand sorgte dafür, daß wir uns erneut auf den Weg dorthin begaben. Dieses mal aber ca. 10km oberhalb unter der Tauernautobahnbrücke bei Gemünd einsetzen.

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Fürs Porsche Museum hatten wir keine Zeit. Die Lieser rief mit Premium-Wasserstand und wir folgten diesem Aufruf nur zu gern.
“Zwei Daumen hoch” für den geilen Wasserstand
Ansgar und Bär sind startbereit.
Treffpunkt Kehrwasser: Die Lieser ab Gemünd wies einige verblockte und wuchtige Passagen auf. An ausreichend Wasser mangelte es bei 48m³/sek. nie.
“Vater und Sohn Paddeln” – Bernd und Fabian.
Fabian und Nele
2 “Axiome” in Action
Mads
Nico, Christina und Stefan auf dem Weg in die Lieserschlucht.
Saubere Fahrt von Nele durch die Seestufen am Schluchteingang.
Es sieht so aus als ob sich Nico nicht mal anstrengen müßte.
Fast ohne nass zu werden, manövriert er den Ripper durch die Seestufen.
Kraftvoll treibt Christina den Salto durch die starke Strömung.
Dann wird’s durchaus spritzig.
Mit Schwung und Druck auf dem Heck ist Philip erfolgreich.
Bernd saust mit der Mega-Granate zielgerichtet flußabwärts.
Ein kräftiges Gewitter braut sich über dem Drautal über Lienz am Samstag Abend zusammen.
Zeltrettende, konzertierte Aktion sind gefragt. Aber mit Heringen und Gurten wird alles sicher fixiert.

Das Gewitter füllte die Drau dann noch einmal kräftig auf. Braune Wassermassen wälzten sich von Südtirol in Richtung Lienz und wir freuten uns auf eine Abschlußtour im wuchtigen Wasser, bevor die Heimreise anstand.

Die Abschlußfahrt der gemeinsamen Tour fand dann am Sonntag auf der Drau statt. Etwas oberhalb des Galitzenklammparks setzen wir ein.
Ansgar testet den neuen Spade Bliss.
Während David im bewährten Axiom unterwegs ist.
Im großen Team geht es gemeinsam flußab in Richtung Lienz.
Wie an einer Perlenkette aufgereiht.
Slalomtraining für das KCWD-Team
Großer Spaß im braunen Wasser bei Nele
Viel zu schnell ist die Mündung der Isel erreicht.

Getreu dem Motto “Go Big & Go Home” traten die meisten von uns die Heimreise am Sonntag oder Montag an, während einzelne ihren Alpenaufenthalt noch verlängerten.

Fotos: Christoph, Luisa, Tanja und Stefan

Text: Stefan

Wir können wieder gemeinsam Paddeln – Planung dazu am 17.06.2021, 20 Uhr online

Liebe Kanuten/innen,

die jetzt gültige Coronaschutzverordnung und das Sportamt der Stadt Rheda-Wiedenbrück geben uns grünes Licht für sportliche Aktivitäten in normaler Gruppenstärke.

Jetzt gilt es, die Vereinsaktivitäten unter Beachtung der allgemeinen Regeln wieder hochzufahren.

Das möchten wir mit euch am Donnerstag Abend um 20.00 online besprechen.

Alle interessierten Paddler, Übungs- und Fahrtenleiter sind herzlich eingeladen, gemeinsam die nächsten Aktivitäten, Trainings und Fahrten zu planen.
Über zahlreiche Teilnahme von Kids bis Oldies würden wir uns sehr freuen.
Der Link ist der gleiche wie beim Bootshaus@Home. Ihr könnt ihn bei Nils oder Stefan erhalten.

Wir können nun wieder gemeinsam aktiv werden und uns beim Paddeln treffen. Also seid dabei und engagiert euch, wenn wir die nächsten Aktivitäten für uns alle online planen:


Donnerstag, den 17.06.2021 um 20.00 Uhr

LG Rainer und Stefan

Kanufreestyle – Rodeos 2021

Liebe Freestyle-Fans,

die Pandemie hat uns weiter fest im Griff und wir können noch nicht gemeinsam Kanufreestyle trainieren und auf den Wellen und Walzen paddeln. Dennoch haben die verschiedenen Veranstalter ihre Planungen für die Rodeos und Boatercross-Veranstaltungen 2021 aufgenommen. Alles steht natürlich unter dem Vorbehalt, daß es die Coronasituation zulässt. Nachfolgend erhaltet Ihr die Infos zu den geplanten Veranstaltungen.

Rodeo in Neheim am 29.05.2021

https://www.kanu-freestyle.info/termine-und-eventinfos/neheim-h%C3%BCsten/

https://www.into-the-water.com/

KAGOON – Holibu Boatercross am 26.06.201

https://www.kanu-nrw.de/content/index.php/2012-01-01-17-29-19/2012-01-01-17-35-19/kagoon

Mühlenrodeo in Limburg am 11./12.09.2021

https://www.kanu-freestyle.info/termine-und-eventinfos/limburg/

Deutscher Wildwasser-Contest in Hildesheim 18./19.09.2021

Vorläufige Termininfo durch den Veranstalter, aber z.Zt. noch keine weitere Info verfügbar.

Holibu-Rode am 25.09.2021

https://www.kanu-freestyle.info/termine-und-eventinfos/hohenlimburg/

https://www.into-the-water.com/

  1. Wiedenbrücker Indoor-Rodeo im Piusbad am 27.11.2021

Bitte reserviert Euch die Termine und meldet Euch, wenn ihr grundsätzlich an den Veranstaltungen teilnehmen wollt. Wenn es die Corona-Lage erlaubt, werden wir dann mit den jeweils notwendigen Maßnahmen teilnehmen.

Alle Veranstaltungen sind zwar Wettkämpfe, aber keine wird so “bierernst” ausgetragen, daß man Angst haben muß, daran teilzunehmen. Auch würden wir uns natürlich freuen, wenn der ein oder andere Fan (Eltern, Erwachsene, Freestyle-Senior, Paddel-Ultra usw.) bei den Veranstaltungen dabei wäre und uns transport- und betreuungstechnisch oder auch moralisch unterstützen würde.

Also laßt uns gemeinsam hoffen und auf die Events im Wildwasser 2021 freuen. Geht so oft auf’s Wasser wie Ihr könnt und trainiert so gut und viel es geht.

Bleibt gesund !

Stefan

Sauerland – Mein Herz schlägt für das Sauerland

Schon in der 80er Jahren besang die Iserlohner Band “Zoff” das südlich von Rheda Wiedenbrück gelegene Land der 1000 Berge, in den es den KCWD seit jeher für allerlei Aktivitäten zieht:

“Ein Bauer stand im Sauerland und dachte drüber nach
Dass Hühner auf der Stange sitzen, Tauben auf dem Dach
Inzwischen in sein’ Hühnerstall, da tobt der Fuchs ganz munter
Und holt die Hühner nach und nach von ihrer Stange runter

Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland,
begrabt mich mal am Lennestrand.
Wo die Misthaufen qualmen, da gibt’s keine Palmen.
Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland,
vergrabt mein Herz im Lennesand,
wo die Mädchen noch wilder als die Kühe sind.”

Nachdem leider in den vergangenen Jahren oft das notwendige Hochwasser für eine Kanu-Wintersaison ausblieb bescherte uns der Winter 2020/21 endlich einmal wieder ausreichend Wasser auf den wilden Flüssen im Sauerland, da wo die Bäume noch kerniger als das Wildwasser sind.

Trotz Corona Pandemie oder gerade wegen dieser, machten sich coronakonforme Kleingruppen in diesem Winter immer wieder auf, um die Flüsse der Region zu erkunden.

Da erste Kanu-Ausflug in diesem Jahr ging auf die Wenne.
Von Menkhausen ging es bei gutem Wasserstand bis nach Wenholthausen zu unserer ersten Tour ins Sauerland
Gut eingeschenkt im Felsenwehr bei Frielinghausen.
Auch klirrende Kälte hielt uns nicht davon ab die Wenne bei Topwasserstand und Sonnenschein wenige Tag danach ein zweites Mal zu befahren.
Surfen auf den Wenne-Wellen
Sonne, Surfen, Sauerland ! Bei -5°C !
Auch die Hönne von der Balver Höhle bis nach Menden konnten wir bei “bestem Sauerland-Wetter” bezwingen.
Der im Sauerland alltägliche Kampf mit den Bäumen.
Manchmal geht’s drüber …
und manchmal drunter her.
Auch die Möhne oberhalb von Rüthen, wo sie noch sehr naturbelassen und klein ist, bis nach Belecke nahmen wir in Angriff.
Noch lacht er …
doch schon bald ist voller Körpereinsatz gefragt.
Kopf einziehen !
Und mitten rein ins Gestrüpp.
Dann lockt der Wasserfall am Mühlenwehr.
Das einzige Wehr, das man umtragen muß und dann befahren kann! Ein riesen Spaß bevor es wieder weiter zum Kampf mit dem Gehölz geht.
Zwischenzeitlich wird mal ein Bach in den heimischen Bergen eingeschoben !
Auf dem Eusternbach starten wir in Linzel unterhalb von Stromberg.
Tiefe Brücken, …
große Freunde, …
und natürlich Limbo ist angesagt.
Schließlich erwartet uns das Haus Aussel mit der “weissen Frau” …
bevor der Eusternbach im Stadtholz in die Ems mündet. Endspurt zum Bootshaus ist angesagt.
Die Orke ein Nebenfluß der Eder begrüßt uns mit Schnee, Sonnenschein und natürlich Bäumen.
Unterhalb von Medebach fließt die Orke durch ein einsames Tal.
Auch wenn es hier so idyllisch aussieht, sind einige Wehre mit fettem Rücklauf nicht zu unterschätzen. Vollgas ist dann angesagt.
Dann erfolgt der zwischenzeitliche Frühlingseinbruch: Tauwetter mit +20°C und eine gut gefüllte Alme von Büren bis zur Wewelsburg.
Die Sonnenstrahlen und der gute Wasserstand lassen die Tour zu etwas ganz besonderen werden.
Das Wehr in Brenken. Wenn die Schotten offen sind, ein Highlight der Tour.
Großer Spass hinter dem Wehr
Bäume und Gestrüpp gibt’s auf der Alme auch.
Gewußt wie: Baumstamm boofen ist angesagt.
Im Tal die Alme und hoch darüber die A44.
Toll, daß man auf dem Fluß vom Verkehr fast nichts mitbekommt.
Das Ziel naht:
Die Wewelsburg
“Mein Boot, mein Auto, meine Burg” ein gelungener Paddeltag geht zu Ende.

Am Folgewochenende war Freestylen auf der Neheimer Walze angesagt. Hirnfrost und eine etwas flushige Welle erwarteten uns dort beim Spinnen, Loopen und Cartwheelen. Leider gibt es keine Bilder.

Dann regnete es wieder und die Alme rief uns erneut.

Und weil das ganze so schön war, waren wir 14 Tage später gleich wieder da !
Diesmal ging es auf der Alme sogar von Weine bis zur Wewelsburg. Natürlich gab es auch hier – Bäume !
Hochkonzentriert !
Diesmal mit Sonne, Regen und Wind. Die Natur hat alles gegeben – wir auch.

Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland,
begrabt mich mal am Lennestrand.
Wo die Misthaufen qualmen, da gibt’s keine Palmen.
Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland,
vergrabt mein Herz im Lennesand,
wo die Mädchen noch wilder als die Kühe sind.”

Auf Palmen sind natürlich auch wir im Sauerland nicht getroffen, aber auf allerlei sonstiges Gehölz.

Auch wenn wir es bis zur Lenne in diesem Jahr bisher noch nicht geschafft haben, hat die diesjährige Sauerland-Saison nach vielen trockenen Jahren alle Erwartungen übertroffen.

Zur Lenne schaffen wir es sicherlich auch noch, notfalls nach Holibu und vielleicht geht ja auch noch was im tiefsten Sauerland!

Bilder: Rüdiger, Nico und Stefan Text: Stefan