Category Archives: Wildwasser

Jahreshauptversammlung 2025

Sportgeist, Ehrenamt und Wiederwahlen

Ein zahlreich besuchtes Bootshaus und beste Stimmung bei unserer Jahreshauptversammlung 2025.
Dem Vorstand wurde bei der Entlastung gute Arbeit bestätigt. Alle Vorstandsmitglieder stellen sich den Wiederwahlen, die Anwesenden wählen jeweils eindeutig mehrheitlich.
Vorher berichteten jedoch die Fachwarte vom vergangenen Jahr. Viel los beim Kanu-Club:

David hat sich um die Durchführung der Ferienspiele und Nachwuchsarbeit gekümmert.
Nico berichtete vom Anfänger- und Hallenbadtraining, dem Jugendtreff sowie der Jugendversammlung, die kürzlich stattgefunden hat. Hier wurde der Jugendvorstand bestätigt.
Jürgen erwähnte die Bezirksfrühlingsfahrt, die Kanu-Rallye Köln, die Pfingstfahrt und das Paddeln mit Kleinkindern und Eltern auf der Ems. Das bronzene Wanderfahrerabzeichen des Deutschen Kanu Verbands für 500 gepaddelte Kilometer erhielten Stefan und Meinolf.
Stefan präsentierte ausführlich die Aktivitäten des KCWD, ua Zusammenarbeit mit der Fachschaft Kanu GT, der Flussführung im Bereich des ehemaligen Nadelwehrs, Bezirksfamilienwanderungen, Trainings auf der Ems, Fahrten und Teilnahme an Freestyle-Wettbewerben, Jugendfreizeiten ua in den Alpen sowie Wanderungen zu Fuß.
Bernd berichtet vom Zahlenwerk und einer ausgeglichenen Bilanz. Man bedankt sich an dieser Stelle bei allen Förderern des Kanu-Clubs.

40 Jahre Mitgliedschaft: Rainer übernahm die Ehrung bzw. Nennung von Rainhard, Waltraud, Andreas, Rainer. 25 Jahre Mitgliedschaft können Gaby und Marcel nachweisen.
Rainer bedankte mit sich mit Präsenten bei Bernd, Robert, David, Justin, Christina, Johannes und Meinolf für geleistete Dienste.

70 Jahre Kanu-Club. Im Jahr 2026 wird mit mehreren kleinen und großen Events das Jubiläum gefeiert. Jede Menge Mitglieder aller Altersklassen die sich aktiv ins Vereinsleben einbringen. Eine sportlich aktive und erfolgreiche Nachwuchsgruppe im Freestyle Bereich die immer wieder Titel von Deutschen-, Europäischen- und Weltmeisterschaften nach Rheda-Wiedenbrück holt.

Wir schauen optimistisch in eine sportliche Zukunft!

Herbstfahrt Wildalpen 2025

In der ersten Woche der NRW-Herbstferien 2025 reiste eine 14-köpfige Gruppe des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda nach Wildalpen in der Steiermark.

Sieben Kinder, drei paddelnde Mütter und das vierköpfige Betreuerteam verbrachten eine intensive Woche rund um Wildwasser, Natur und Gemeinschaft.

Unsere Reisegruppe
Unsere Unterkunft im Gruppenhaus “Black Sheep”

Untergebracht war die Gruppe im Selbstversorgerhaus „Black Sheep“. Hier wurden täglich Frühstück, Mittagessen und Abendessen gemeinsam vorbereitet und in Kochgruppen organisiert.

Bei der Arbeit

Behutsamer Einstieg ins Wildwasser

Im Mittelpunkt der Freizeit stand das behutsame Heranführen an den Kanusport im Wildwasser. Nach ersten Übungen im ruhigen Bereich der Salza folgten Trainings in den Stromschnellen und an der beliebten Übungswelle direkt beim Naturfreunde-Campingplatz. Die Kinder lernten grundlegende Techniken wie Kehrwasserein- und -ausfahren, Traversieren und das sichere Verhalten im Wildfluss – stets begleitet und unterstützt durch das erfahrene Betreuerteam.

Marla transportiert Theo auf dem SUP ans Ufer.
Für den 9-jährigen Theo war es die erste mehrtägige Kanutour
Auch für Max, Fjonn und Bea war es die Premiere im Wildwasser.
Gruppenbild auf der oberen Salza: v.l. Marla, Nicole, Theo, Bea, Max, Rainer, Doris, Janin, Fjonn, Malte und Ole
“Daumen hoch” von den Girls

Ergänzend dazu wurden wichtige Sicherheitsübungen durchgeführt: der Umgang mit dem Wurfsack, das Einrichten eines Flaschenzugs sowie das richtige Anlegen und Verwenden des Bergegurt. Diese Übungen stärkten nicht nur das Sicherheitsbewusstsein, sondern auch das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit.

Sicherheit muss auch trainiert werden: Bergeübungen mit Wurfsack, Flaschenzug und Bergegurt standen auch auf dem Programm

Touren auf der Salza

An mehreren Tagen paddelte die Gruppe auf unterschiedlichen Abschnitten der Salza. Die Aufnahmen zeigen klares Wasser, ruhige Flussabschnitte, sonnige Ufer, aber auch erste Wellen und kleine Stufen, die souverän bewältigt wurden.

Janin
Von der Wasselochklamm ging es über Erzhalden bis zum Salza-Stausee an der Mündung in die Enns.

Slalomstrecke und spielerische Elemente

Ein Höhepunkt war der Besuch der Slalomstrecke in Wildalpen. Hier wurde das spielerische Befahren von Wildwasser von Kehrwasser zu Kehrwasser bis zur Kernstelle der Stufe am städtischen Campingplatz geübt.

Malte fährt auf die Stufe am Campingplatz zu.
Einmal tief abgetaucht
und schwups ist er durch
Für Ole geht es nach der Stufe direkt ins oberste Kehrwasser
Marla auf dem SUP in der Slalomstrecke

Hinterwildalpenbach & Helli-Welle

Der Hinterwildalpenbach bot mit seinen Stufen und Rinnen viel Abwechslung.

Vom Naturfreundehaus aus ging es für die Kids zu Fuss den Hinterwildalpen-Bach hinauf, um die letzten Stufen vor der Mündung in die Salza zu befahren.

Besonders mutig meisterten die jüngsten Teilnehmer die Helli-Welle am Naturfreundehaus – vor allem für die jüngsten Teilnehmer – war die Befahrung der Helli-Welli schon sehr aufregend. Mit gerade einmal neun Jahren meisterten sie diese Herausforderung mit beeindruckendem Mut.

Nachdem Max die Helli-Welli für “Gut” befunden hatte, bezwangen auch Bea und Fjonn die Freestyle-Welle erfolgreich.

Naturerlebnisse – Indian Summer im Salzatal

Die Herbstfarben rund um Wildalpen boten eine beeindruckende Kulisse: goldene Wälder, türkisfarbenes Wasser und steile Felswände.

Indian Summer mit bunten Blättern, Sonne und Regenbogen über der Salza-Schlucht

Lagerfeuer und Abendaktivitäten

Nach den Paddeltagen verbrachte die Gruppe gemeinsame Abende am Lagerfeuer oder im Aufenthaltsraum. Gespräche, Spiele und das gemeinsame Erleben stärkten die Gemeinschaft.

Lagerfeuer am “Black Sheep”
Lagerfeuer auf der Kiesbank an der Salza
Lio beim Wandern und Klettern

Auch abseits des Bootes gab es viel zu erleben. Eine gemeinsame Wanderung auf den Wildalpener Hausberg führte die Gruppe bis zur markanten Gams auf der Spitze und bot herrliche Ausblicke über das Salza-Tal.

Hoch über Wildalpen wacht die Gams über das Salza-Tal – Die Besteigung des Hausberges ist das Highlight einer jeden Wildalpenfahrt.
Lio, Ole und Rainer hoch über Wildalpen
Die Gams mit Max, Theo und Bea
Ein herrlicher Ausblick über Wildalpen flussabwärts bis zu unser Unterkunft “Black Sheep”
Wildalpen “Downtown”

Zum Abschluss der Freizeit genoss die gesamte Gruppe ein gemeinsames Abendessen im Wildalpener Kultrestaurant „bei Traudl“ – ein stimmungsvoller Ausklang einer ereignisreichen Woche.

Zwischenstopp in Plattling

Auf dem Hinweg nach Wildalpen legte die Gruppe einen Zwischenstopp an der bekannten Kanu-Freestyle-Strecke in Plattling ein. Dort zeigten die Betreuer den Kindern die berühmte Welle, auf der zuletzt die Weltmeisterschaft im Kanu-Freestyle ausgetragen wurde. Einige Sportlerinnen und Sportler des Kanu-Clubs Wiedenbrück-Rheda hatten selbst an diesem Wettkampf teilgenommen – ein inspirierender Moment für den Nachwuchs.

Malte, Ole, Bea und Theo bei der Anreise

Fazit

Die Herbstfreizeit in Wildalpen war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis voller Abenteuer, sportlicher Erfolge und wertvoller gemeinsamer Zeit. Die Kinder zeigten eine steile Lernkurve: Ihre technischen Fähigkeiten und ihr Mut stiegen nahezu exponentiell an.

Unterstützt wurde die Fahrt durch einen Zuschuss des Jugendamts der Stadt Rheda-Wiedenbrück sowie durch Lebensmittelspenden der Bäckerei Sudbrock und der Fleischerei Gröne aus Wiedenbrück.

“Ohne Mampf, kein Kampf” – die Fleischerei Gröne und die Bäckerei Sudbrock aus Wiedenbrück unterstützten die KCWD-Gruppe mit leckerem Brot, Bolognese-Sauce und Hühner-Frikassee.

Wenn die Kanu-Kinder weiterhin so eifrig trainieren, werden sie bald selbst in die berühmte Isar-Welle von Plattling einfahren und dort erste Kanu-Freestyle-Tricks performen können.

Bereits jetzt ist eine Wiederholung der Tour für 2026 in Planung.

Max, Theo, Stefan, Bea, Fjonn und Janin “auf der Gams”.

Dafür wird im Winter kräftig im Hallenbad sowie – wenn möglich – auf den hochwasserführenden Bächen im Sauerland trainiert. Ziel ist es, sowohl die Wildwassertechnik als auch die Skills im Kanu-Freestyle weiter zu verbessern.

Der Kanu-Club bedankt sich herzlich beim Betreuerteam sowie bei den engagierten Müttern, die die Freizeit bereicherten und mitgestalteten.

Janin, Fjonn, Doris, Nicole und Marlen

Fotos: Janin, Marla, Marlen, Nicole und Stefan

Text: Stefan (supported by AI)

Nele und Justin lösen Tickets für die EM in Finnland

Die Kanu-Freestylerinnen und -Freestyler des KC Wiedenbrück-Rheda gehören seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Aktiven in Deutschland. Auch in diesem Herbst bestätigte das Team seine hohe sportliche Qualität: Bei der deutschen Qualifikation in Plattling sicherten sich Nele Barwich und Justin Niermeier ihre Plätze im Nationalteam und dürfen im Juni 2026 bei den Europameisterschaften in Lieksa (Finnland) starten.

Die deutsche Meisterin im Squirtboot Nele Barwich zeigt auch im Kajak der Damen ihr Können. Für sie geht es nach Paris und Graz zur 3. EM-Teilnahme, diesmal nach Lieksa in Finnland.
Justin Niermeier, deutscher Junioren Meister 2025, schafft gleich im ersten Jahr den Sprung ins deutsche Herren Team. Nach den Weltmeisterschaften in Columbus und Plattling sowie der Europameisterschaft in Graz ist der 18-jährige zum 4. Mal in Folge im deutschen Team.

Herausfordernde Bedingungen bei der ersten Herbst-Qualifikation

Erstmals wurde die nationale Qualifikation im Herbst ausgetragen. Ziel war es, die Teamplätze aus dem laufenden Training heraus zu bestimmen und nicht – wie in den Vorjahren in der Winterpause Anfang März. Die Bedingungen waren allerdings anspruchsvoll. Noch akzeptabel niedriger, aber konstanter Wasserstand bei sehr kalten Temperaturen machten die Plattlinger Welle erneut zu einem technisch anspruchsvollen Spot.

Die Plattlinger Isarwelle im grauen Herbstnebel – davon ließen sich die Freestyler nicht abschrecken.
Gelegentliches Aufwärmen im Globus-Markt sowie dicke Jacken und Mützen waren notwendig wie hier bei der Siegerehrung der Damen.
Ein “ausgeklügeltes Fahrgemeinschaftssystem” mit Linn und Odrun aus Monschau, Finn und Nele aus Wuppertal sowie Mads und Justin aus Wiedenbrück ließ alle rechtzeitig trotz mehr als 600km Entfernung und beruflicher Einbindung am niederbayrischen Playspot ankommen.

Nele Barwich erneut souverän im Nationalteam

Auf Nele Barwich war erneut Verlass. Seit 2017 qualifiziert sie sich durchgehend für das deutsche Nationalteam. Bereits damals löste sie als 14-Jährige das Ticket für die Weltmeisterschaft, durfte jedoch aufgrund ihres Alters noch nicht starten. Seitdem folgten vier WM- und zwei EM-Teilnahmen – und auch in Plattling zeigte sie wieder ihre Konstanz. Mit einem konzentrierten Lauf erreichte die 22-jährige Studentin Platz 4 und sicherte sich damit die Teilnahme an ihrer dritten Europa-Meisterschaft.

Justin Niermeier startet erstmals bei den Herren

Für Justin Niermeier, deutscher Juniorenmeister 2025, war es die erste Qualifikation in der Herrenklasse. Neben seiner eigenen sportlichen Entwicklung engagiert sich der 18-jährige Azubi als Trainer und Organisator des Jugendtreffs und unterstützt die Nachwuchsarbeit des KCWD intensiv.

Noch letzte Woche war Justin mit den Kanu-Kids auf der Lippe von Sande nach Anreppen unterwegs.

In Plattling zeigte er einen starken Lauf und belegte Platz 5 in der Quali, der ihm einen Startplatz im deutschen Herrenteam einbrachte.

Knapp ausgeschieden: Mads Barwich auf Platz sieben

Der ebenfalls 18-jährige Abiturient Mads Barwich, deutscher Junioren-Vizemeister 2025, überzeugte ebenfalls mit einer excellenten Leistung. Mit Platz 7 verpasste er in seinem ersten “Herrenjahr” die Qualifikation jedoch knapp, da nur fünf Athletinnen und Athleten pro Kategorie nominiert werden.

NRW erneut mit starkem Team vertreten

Auch über die Wiedenbrücker Ergebnisse hinaus präsentierte sich Nordrhein-Westfalen erneut als Freestyle-Hochburg. Mit weiteren erfolgreichen Qualifikationen – unter anderem durch Robert Büchmann vom WSC Dormagen, Patrick Stange vom SKC Neheim-Hüsten, Leo Andrzejewski von der SG Welper, Linn Schäfer vom KC Monschau sowie Naya Daruwala vom KC Zugvogel Köln im Kajak und Canadier – stellt NRW erneut ein leistungsstarkes und breit aufgestelltes Team, das bei internationalen Wettbewerben regelmäßig überzeugt.

Team NRW bei der EM-Qualifikation in Plattling: v.l. Leo Andrzejewski, Christoph Andrzejewski, Linn Schäfer, Nele Barwich, Naya Daruwala, Justin Niermeier, Patrick Stange, Robert Büchmann und Mads Barwich
Das deutsche Nationalteam für die Europameisterschaft 2026 in Lieksa Finnland.

Der KC Wiedenbrück-Rheda gratuliert allen qualifizierten Kanu-Freestylern, und ganz besonders den beiden Ems-Kanuten Nele Barwich und Justin Niermeier herzlich zur erfolgreichen Qualifikation und wünscht eine erfolgreiche Vorbereitung auf die EM in Finnland!

Ein paar Infos zur Europameisterschaft 2026 in Finnland

Die Kanu-Freestyle-Europameisterschaften 2026 werden in Lieksa, Finnland, ausgetragen. Der Playspot befindet sich im Herzen des Neitikoskis (Koski = Stromschnelle, Wasserfall) . Dieser einzigartige Veranstaltungsort in Karelien bietet von Mai bis November zuverlässige Bedingungen. Im Juni ermöglicht die Mitternachtssonne, bei Tageslicht rund um die Uhr zu paddeln. Der Lieksanjoki-Fluss fließt ist als freifließender Wildbach ohne Staudämme und die umliegende Seen und Sümpfe regulieren Wasserstand auf natürliche Weise.

Je nach Durchfluss bildet der Playspot Neitikoski nahe der russischen Grenze entweder ein mittelgroßes Loch, eine mittelgroße Welle oder eine vielseitige Mischung aus beiden. Für die meisten mitteleuropäischen Kanu-Freestyler ist das Neuland, so auch für die Kanuten des KCWD, die sich im Sommer in den hohen Norden begeben, um spektakuläre Freestyle-Manöver in beeindruckender Naturkulisse der finnischen Seenlandschaft, die den Wettkämpfen einen besonderen Rahmen verleihen wird, auszuführen.

https://canoefreestyle-lieksa.fi

Links:

Bericht in der “Glocke” am 25.11.2025

https://www.kanu-freestyle.info/news

Bilder:

Sylvia Daruwala, Tanja Pilgrim-Barwich, Nele Barwich, Stefan Barwich

Text:

Stefan Barwich