Category Archives: Wildwasser

Holibu – NRW Kader und Nachwuchstraining

Corona bedingt mußte das Holibu-Rodeo am 12.09.2020 leider ausfallen, aber die Lage ließ es zu, ein Training für den NRW-Kader im Kanufreestyle und für den NRW Nachwuchs auf dem eigens für die Freestyler gesperrten Wildwasserkanal in Hohenlimburg durchzuführen. So folgten 2 NRW-Kader Mitglieder, 6 Youngsters im Alter zwischen 6 und 14 Jahren, 5 Betreuer aus Wiedenbrück der Einladung des NRW-Freestyleteams, um gemeinsam mit den anderen Sportlern aus dem Westen zu trainieren und an der Freestyle- und Wildwassertechnik zu feilen. Auch das Üben von Sicherheits- und Rettungstechniken fürs Wildwasser stand auf dem Programm.

Während die Cracks unter Anleitung von Tobi und Benny in der Freestyle-Walze im unteren Teil der Strecke ihr Können beweisen und verbessern konnten, wurden die Youngsters von Holger, Stefan, Rüdiger und Doris zunächst in den oberen beiden Wellen der Strecke trainiert, um dann auch die gesamte Strecke mit ihren Kehrwassern, Wellen, Walzen und Stufen erkunden und sicher befahren zu können.

Mit Maske und Abstand geht`s im Bulli an die Lenne.
Hochmotiviert sammeln sich alle zu einer ersten Einweisung.
Unsere Jüngste Felicitas und Stefan beraten über die richtige Route.
Dann geht’s los !
Nele paddelt voran und zeigt, wo es lang geht.
Felicitas folgt und ….
hat Wellen und Boot fest im Griff.
Justin konzentriert sich.
Emanuel zieht voll durch.
Emanuel kämpft sich ins Kehrwasser.
Verschnaufpause im Kehrwasser für die beiden.
Rüdiger und Ben surfen in der Welle.

Zum Abschluß wurde noch ein Rodeo ausgetragen, indem jeder der jungen Sportler in 3 Vor- und 2 Finalläufen noch einmal seine besten Tricks und Moves in der Welle zeigen durfte. Es wurde in Annäherung an die “Limburger Mühlenrodeo-Skala” bewertet, wobei im Vorlauf die 3 Läufe zusammengezogen und ein Mittelwert ermittelt wurde.

State of the art – Auswertemethode mittels Kugelschreiber, Schokoriegel-Verpackung und Kopfrechnen.

Ziel für jeden der jungen Paddler war es dann, in den 2 Finalläufen mindestens in einem Lauf über diesem Mittelwert aus dem Vorlauf zu liegen. Dazu wurde sich jeweils kurz beraten und ein Schlachtplan für das Finale geschmiedet und anschließend im Wildwasser in die Tat umgesetzt.

Ergebnis: 100% Planerfüllung bei allen Youngsters.

So gab es zufriedene Gesichter in der abschließenden Feedbackrunde und danach spendierten Holger und Stefan das versprochene Eis in der nahe gelegenen Eisdiele.

Wir danken den Organisatoren Alex, Tobi und Benny für ein tolles Wochenende, das zwar nicht wie geplant verlief, aber dennoch für alle NRW-Freestyler ein absolutes Highlight der Saison war.

Fotos von Doro, Rüdiger und Fabian

Text: Stefan

Training im Hallenbad ab 31.10.2020

Hallo liebe Hallenbad-Paddler,

wenn es die Corona-Lage zulässt, wollen wir nach den Herbstferien samstags nachmittags wieder mit dem Training in der Pius-Schwimmhalle beginnen. Aufgrund der Coronaregeln dort wollen wir in kleinen Gruppen von jeweils ca. 6 Paddlern, inkl. 1-2 Betreuern dort trainieren. Um Zeiten und Betreuerbedarf planen zu können, meldet euch bitte unbedingt bis Sonntag, den 18.10.20 bei mir, wenn ihr den Winter über regelmäßig im Hallenbad trainieren wollt. Ihr werdet dann in Gruppen eingeteilt und erhaltet eure Trainingszeiten. Bei Fragen dazu meldet euch bei mir. Auch wer eine Trainingsgruppe leiten möchte, meldet sich bitte. Das erste Training ist dann voraussichtlich am 31.10.20.
Mit sportlichen Grüßen
Stefan

Wildalpen – Traumwildwasser in der Steiermark

Vor dem Wildwasserspass musste zunächst der Coronatest bestanden werden:
Negativ ist positiv !

Nach dem 2. Corona Lockdown im Kreis Gütersloh konnten mehrere Familien vom KCWD doch noch ein paar schöne Tage in Wildalpen verbringen und auf der steirischen Salza, dem Hinterwildalpen- und dem Laussabach sowie der Enns paddeln. Nachfolgend ein paar Impressionen aus Steiermark und vorallem von einem der letzten naturbelassenen Flüssen der Alpen – der steirischen Salza.

Klares Wasser, tiefe Schluchten – Traumwildwasser
Der Klausgraben
Tiefe Schlucht mit leichtem Wildwasser

Der hohe Wasserstand verursacht strahlende Gesichter trotz Regen und Nebel.
Start in die Salzaschlucht in Fachwerk an der Lassingmündung
Der Hinterwildalpenbach mit seinen unzähligen Stufen wurde auch mehrmals”beflogen”.
Wuchtiges Wasser am Ende des Gesäuseeingangs auf der Ems
Auf der Salza zwischen Wildalpen und Palfau
Training für den Paddelwurf beim Lippstädter Kanusprint
Am Sprungfelsen am Palfauer Wasserloch kam natürlich keiner vorbei.
Auch die Campingplatz-Walze galt es zu bezwingen.
Nicht zu vergessen die Helliwelli am Naturfreunde Camp.
Ein Loop folgt dem nächsten.
Unsere Youngsters …
Taktikbesprechung und …
los geht`s !
Der Laussafall
Notfalls geht es auch ohne Boot.
Schließlich wurde das Geheimnis der Gams hoch über Wildalpen gelöst, die uns schon vor mehr als 30 Jahren irritiert hatte.
Durch die große Schlucht
Am letzten Tag kam das Hochwasser zurück.

Text: Stefan

Fotos: Carolin, Maximilian, Rüdiger, Tanja und Stefan

Hochwasser auf der Alme

Nach zwei sehr trockenen Sommern waren die Pegel der Kleinflüsse in der näheren Umgebung lange auf unterstem Level. An eine Befahrung war kaum zu denken und im Bootshaus des KCWD sehnten sich die Kanuten nach ordentlich Regen, um mal wieder das Paddel auf Alme & Co im Paderborner oder Sauerland schwingen zu können. Nach tagelangem kräftigen Regen war es dann endlich soweit. Die Pegelstände der Flüsse in der näheren Umgebung waren kräftig angestiegen und so machten sich am Sonntag 5 Wiedenbrücker Kanuten auf, um seit langer Zeit erstmals wieder die Alme von Wewer bis nach Schloss Neuhaus zu paddeln. Bei Temperaturen um 13°C und einem Pegelstand von ca. 145cm am Pegel Neuhaus zeigte sich die Alme gut gefüllt von ihrer besten Seite. Also quasi “Kaiserwetter” für den ostwestfälischen Kleinflußpiloten.

Jürgen freut sich über den guten Wasserstand.

Zunächst wurde sich in den Kehrwässern unter der Autobahnbrücke warm gepaddelt, dann ging es auf das erste Wehr in Wewer zu. Dort hatte sich viel Holz angesammelt, so daß die Fahrtroute deutlich weiter links als üblich gewählt werden musste. Vor der folgenden Eisenbahnbrücke hatte der Sturm einen großen Baum gefällt, der quer über den ganzen Fluss die Zufahrt zur Monsterwave versperrte. Die Experten mogelten sich durch, während die etwas weniger geübten sicherheitshalber umtrugen. Dann galt es für alle mit Schwung die Monsterwave zu bezwingen, was problemlos gelang.

Mads surft durch die die 2. Welle und …
nimmt Fahrt auf ins Unterwasser.
Christoph kämpft sich über das Kehrwasser wieder hoch …
bis in die Monsterwave.
Er wird mit einem gelungenen Surf in der Walze belohnt.

Das “Wildwasser vor der Haustür” zeigt sich von seiner besten Seite. Weiter geht es mit der bissigen Walze hinter der Eisenbahnbrücke.

Surfen in der Welle macht Spaß, aber die Walze fordert Madses volle Kraft.
Er kämpft verbissen mit der Walze, die sein Kajak nur ungern loslassen möchte. Jürgen beobachtet den Kampf aus sicherer Entfernung aus dem Kehrwasser.
Noch einmal “kräftig am Stock ziehen”, dann ist es geschafft.
Kehrwasser fahren vom Feinsten, Jürgen zeigt wie es geht.
Mit voller Kraft “mitten in die Strömung rein”.
Kurze Verschnaufpause für Rüdiger und Christoph

Der vor einigen Jahren durch Baumfällungen renaturierte Bereich hinter der Benteler Arena zwischen Elsen und Schloss Neuhaus konnte mit etwas Vorsicht und geschickter Routenführung ohne Aussteigen bewältigt werden. Vorsichtiges Kehrwasser fahren und Schritt für Schritt abwärts arbeiten war angesagt.

Schon nach etwas mehr als 1 1/2 Stunden wurde die Aussatzstelle in Schloss Neuhaus erreicht.

Zufriedene Gesichter nach einer gelungenen Fahrt bei Top Wasserstand und milden Außentemperaturen.
Nicht nur die Bauern haben sich über die kräftigen Regenfälle der letzten Tagen gefreut, sondern auch die Kanuten vom KCWD.

Fotos und Text: Stefan Barwich