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Weltcup-Finale in Polen: KCWD-Team präsentiert sich stark in Krakau

Vom 21. bis 27. September 2026 nahmen die Freestyle-Kanuten des Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda am Finale des Canoe Freestyle World Cups von Paddle Worldwide im polnischen Krakau teil. Auf dem anspruchsvollen Wildwasserkanal in Kolna trafen sich die besten Freestyle-Athletinnen und Athleten der Welt, um die letzten Weltcuppunkte der Saison zu vergeben.

In Krakau an der Weichsel fand das World Cup Finale 2026 der Kanu-Freestyler statt.

Für den KCWD gingen Mads, Nele und Stefan Barwich im Herren- beziehungsweise Damen-Kajak an den Start. Gemeinsam mit Finn Krössig (TuRa Bremen), Linn Schäfer (KC Monschau) sowie Betreuerin Tanja Pilgrim-Barwich bildeten sie eine kleine, aber engagierte Reisegruppe innerhalb des deutschen Nationalteams.

Sebastian Nelle, Stefan Barwich, Linn Schäfer, Mads Barwich, Nele Barwich, Finn Krössig, Luci Hacker, Andrea Hacker

Mads Barwich überzeugt mit starker Leistung

Den stärksten Auftritt aus KCWD-Sicht zeigte Mads Barwich im stark besetzten Wettbewerb der Herren-Kajaks. Mit 1.356,66 Punkten erreichte er Rang 16 und war damit zweitbester deutscher Starter hinter Roman Glasman.

Besonders bemerkenswert: Zum Einzug in das Halbfinale der besten zehn Athleten fehlten ihm lediglich etwas mehr als 200 Punkte.

Damit bestätigte Mads seine kontinuierliche Entwicklung auf internationalem Niveau und konnte sich in einem Weltklassefeld hervorragend behaupten. Die Leistung zeigt, dass der Abstand zur internationalen Spitze weiter schrumpft und die intensive Trainingsarbeit der vergangenen Monate Früchte trägt, insbesondere freut sich der 19-jährige auf die Einführung der U23-Klasse im Kanu-Freestyle.

Nele Barwich arbeitet an Tricks der Weltklasse

Für Nele Barwich stand in Krakau weniger die Platzierung als vielmehr die Weiterentwicklung ihrer Trickpalette im Vordergrund.

Seit Monaten arbeitet sie intensiv an den anspruchsvollen Moves Space Godzilla und McNasty, die mittlerweile regelmäßig im Training gelingen.

Auch im Wettkampf zeigte sie Ansätze dieser schwierigen Tricks. Leider wurden die Ausführungen von den Judges noch nicht als gültige Wertungsmanöver anerkannt. Dennoch überwiegt das Positive: Die technische Entwicklung ist deutlich sichtbar und die Schritte hin zu einem deutlich höheren Punktniveau werden immer größer. Mit den gesammelten Erfahrungen und weiterem Feinschliff dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die neuen Tricks auch auf internationaler Bühne vollständig gewertet werden.

Stefan Barwich: Dabei sein ist alles

Für den 58-jährigen Stefan Barwich stand beim Weltcup in Krakau nicht in erster Linie das sportliche Ergebnis im Vordergrund. Normalerweise startet er bei nationalen und internationalen Wettkämpfen in der Klasse Masters Ü50, beim Weltcup musste er sich jedoch mit deutlich jüngeren Athleten in der stark besetzten Herrenklasse messen.

Getreu dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ genoss Stefan die besondere Atmosphäre eines internationalen Weltcups auf höchstem Niveau und betreute die jüngeren Sportler. Gerade der Austausch von Erfahrungen und die gemeinsame Zeit im Team machten die Veranstaltung für ihn besonders wertvoll.

Natürlich durfte auch der sportliche Ehrgeiz nicht fehlen. Vor allem der Kampf mit der kraftvollen Welle im Wildwasserkanal von Kolna bereitete ihm große Freude. Trotz des hohen internationalen Niveaus zeigte er mehrere engagierte Fahrten und sammelte viele positive Eindrücke, die ihn auch für kommende Wettkämpfe in der Masters-Klasse motivieren werden.

Linn Schäfer knapp am Finale vorbei

Eine starke Leistung zeigte auch Linn Schäfer vom KC Monschau, die gemeinsam mit der KCWD-Reisegruppe unterwegs war.

Mit Platz 6 verpasste sie den Einzug ins Finale nur äußerst knapp und bestätigte damit ihr großes Potenzial auf internationaler Ebene.

Finn Krössig sorgt mit starkem ersten Lauf für ein Ausrufezeichen

Einen gelungenen Wettkampf zeigte auch Finn Krössig (TuRa Bremen). Der Squirtboot-Spezialist präsentierte im ersten Lauf eine starke Vorstellung und sammelte mit sauber gefahrenen Cartwheel- und Splitwheel-Kombinationen wichtige Punkte. Insbesondere seine technische Präzision und seine Bootskontrolle auf der Welle sorgten für einen gelungenen Auftakt in den Wettbewerb.

Auch wenn der Fokus des Bremer Athleten eigentlich auf dem Squirtboot-Sport liegt, stellte er einmal mehr unter Beweis, dass er auch im Freestyle-Kajak konkurrenzfähig ist.

Leider war in Krakau kein Squirt-Wettbewerb ausgeschrieben. Somit konnte Finn nicht an seine Spezialdisziplin anknüpfen, in der er bereits beim ersten World Cup der Saison in Millau mit einer hervorragenden Silbermedaille auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Deutschland erfolgreichstes Team des Weltcups

Aus deutscher Sicht entwickelte sich die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Mit 19 Athletinnen und Athleten stellte Deutschland das größte Team des gesamten Weltcups.

Team Germany beim World Cup in Krakau

Am Ende wurde dieser Einsatz mit dem ersten Platz im Medaillenspiegel belohnt.

Teamleaderin Andrea Hacker, Luci Hacker, Lukas Ramsayer, Felix Ramsayer, Marie Dimke, Sebastian Nele und Nele Barwich
4 Medaillen für Team Germany: Luci Hacker, Lukas Ramsayer, Sebastian Nelle

Für die Höhepunkte sorgten die Siege von Lukas Ramsayer im Junioren-Kajak und Sebastian Nelle im Open Canoe.

Der Schongauer Lukas Ramsayer siegt bei den männlichen Junioren in Krakau und im Gesamtweltcup.
Sebastian Nelle vom KC Limburg gewinnt im OC1 Gold und im Canadier Silber.
Sebastian Nelle im Canadier

Sebastian Nelle (Platz 3 im Gesamt-Weltcup 2026)

Silbermedaillen gingen an Sebastian Nelle im Herren-Canadier sowie an Luci Hacker im Damen-Canadier.

Platz 2 im Canadier der Herren für Seppl
Luci Hacker erringt die Silbermedaille in Krakau und im Gesamtweltcup 2026 und erkämpft einen zusätzlichen Teamplatz für das Deutsche Team bei den Canadier Damen bei der WM in Sort 2027.

Darüber hinaus konnten zahlreiche deutsche Athletinnen und Athleten hervorragende Platzierungen in der Gesamtwertung des World Cups erreichen.

Gute Stimmung und beeindruckende Gastgeberstadt

Neben den sportlichen Erfolgen wird den Teilnehmern vor allem die besondere Atmosphäre in Erinnerung bleiben. Der Wildwasserkanal in Kolna bot ideale Wettkampfbedingungen und die Veranstalter sorgten für einen reibungslosen Ablauf des gesamten Events.

Umzug bei der inoffiziellen, von den Freestyler selbst organisierten Eröffnungsfeier

Innerhalb des deutschen Teams herrschte während der gesamten Woche eine ausgezeichnete Stimmung.

Einen großen Anteil daran hatte auch Teamleiterin Andrea Hacker, die das deutsche Team souverän durch die Veranstaltung führte.

Natürlich blieb auch Zeit, die ehemalige polnische Königsstadt kennenzulernen. Das KCWD-Team besichtigte unter anderem das imposante Königsschloss auf dem Wawel, den historischen Marktplatz sowie das traditionsreiche Stadtviertel Kazimierz und das ehemalige jüdische Ghetto.


Die Burg “Wawel” der polnischen Könige in Krakau

Neben den Wettkämpfen und den Sehenswürdigkeiten Krakaus sorgten mehrere gemeinsame Veranstaltungen für unvergessliche Erinnerungen.

Auf dem Krakauer Marktplatz
Der feuerspeiende Drache

Bereits zu Beginn der Woche organisierten die Sportler am Wildwasserkanal von Kolna eine internationale Eröffnungsfeier, an der sämtliche Teams teilnahmen.

Hojo begrüßt die nahezu vollständig angetretenen Freestyler zur inoffiziellen Eröffnungsfeier.
Team Germany “unterwegs mit Schwarz, Rot, Gold”
Fahnenmeer der internationalen Freestyle Gemeinschaft
Hojo dirigiert die Community

In entspannter Atmosphäre kamen Athletinnen und Athleten aus aller Welt miteinander ins Gespräch und stimmten sich gemeinsam auf die bevorstehenden Wettkämpfe ein.

Besondere Highlights waren das gemeinsame Team-Dinner in einem traditionellen polnischen Restaurant. Bei einem Buffet mit zahlreichen polnischen Spezialitäten sowie einem abwechslungsreichen Folkloreprogramm mit Volkstanz und traditioneller Musik konnten die Athletinnen und Athleten einen gelungenen Trainingstag gemeinsam mit dem östereichischen und schweizer Team ausklingen lassen.

Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war die Einladung des polnischen Freestyle-Kanuten Bartosz Czauderna zu einer Gartenparty im Haus seiner Eltern.

Der polnische Freestyler Bartocz Czauderna war einer der “Motoren des Events” – Vielen Dank an ihn.

Bei einem gemütlichen BBQ bot sich den Teilnehmern ein beeindruckender Blick auf die Gipfel der Hohen Tatra, die sich bei bestem Wetter am Horizont präsentierte. In entspannter Atmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht, internationale Freundschaften gepflegt und die besondere Gemeinschaft des Freestyle-Sports über Ländergrenzen hinweg erlebbar. Für viele Teilnehmer gehörte dieser Abend zu den schönsten Erinnerungen der Weltcup-Woche in Krakau.

Abendstimmung am Wildwasserkanal Kolna in Krakau / Malo Polska

Fotos: Tanja Pilgrim-Barwich, Sebastian Krok, Nancy Gearey, Stefan Barwich

Text: Stefan Barwich

KCWD rockt das Finale: Vier Gesamtsiege beim Deutschen Schüler‑Cup!

Was für ein Wochenende für unsere KCWD‑Kids!

Beim großen Finale des Deutschen Schüler‑Cups im Kanu‑Freestyle haben die jungen Wiedenbrücker Freestyler gezeigt, was in ihnen steckt – und das gleich viermal ganz oben auf dem Podest.

Das traditionsreiche Mühlenrodeo an der Obermühle in Limburg, direkt unterhalb des Limburger Doms, bot die perfekte Bühne für eine Saison, die man nur als mega erfolgreich bezeichnen kann.

Drei Rodeos – eine starke Serie

Der Schüler‑Cup ist die wichtigste Nachwuchsserie im deutschen Kanu‑Freestyle.

Drei Events, drei völlig unterschiedliche Herausforderungen:

  • Wiedenbrücker Piusbad – Flachwasser, Technik, Basics
  • Ruhrwalze Neheim‑Hüsten – die kraftvolle Walze mit großen Kehrwässern, Playspot für Einsteiger und Fortgeschrittene im Sauerland
  • Obermühle Limburg – der Klassiker unter den Schüler Cup Features, klein eng, hinter dem Mühlenwehr zwischen Mühlrad und Bruchsteinmauern, viele deutsche Freestyle-Karrieren begannen hier.

In jedem Lauf haben die Kids 45 Sekunden Zeit, um Spins, Cartwheels, Loops und andere Moves zu zeigen. Besonders wertvoll sind die Tricks in der Walze – dort gibt’s die doppelte Punktzahl, aber auch doppelte Herausforderung. Mut, Technik und Training sind hier alles.

Das KCWD-Team im deutschen Schüler Cup 2026

Für den KCWD gingen beim deutschen Schüler Cup 6 junge Freestyler ins Rennen:

Jungen U10: Tilo Neukirch – in diesem Jahr erstmals im Freestyleboot unterwegs.
Jungen U10: Ede Kölling mit 8 Jahren unser jüngster Freestyler
Jungen U10: Der 10-jährige Fjonn Blawid
Mädchen U10: Bea Kölling hier mit ihrer kleinen Schwester Pia
Jungen U12: Ole Kölling vor dem Playspot an der Obermühle in Limburg (im Hintergrund: Ede, Bea, Fjonn, vorne Pia)
Jungen U14: Malte Gersting

Starke Jugendarbeit – starke Ergebnisse

Dass der KCWD seit Jahren eine intensive Kinder‑ und Jugendarbeit betreibt, sieht man an den Ergebnissen. Schon die ganz Kleinen – unsere 1‑ bis 5‑jährigen Kanu‑Minis – gewöhnen sich im Lehrschwimmbecken spielerisch ans Wasser und ans Boot. Ab sechs Jahren geht’s dann ins bewegte Wasser, im Winter ins Schwimmbad, und später an die Walzen und Playspots.

Unser Trainer‑ und Betreuerteam ist gut aufgestellt und bringt viel Erfahrung aus Wildwasser, Freestyle und der Vereinsarbeit mit. Federführend in Freestyle und Kindertraining ist Justin Niermeier, der seit 2023 dem deutschen Nationalteam angehört und bereits an Europameisterschaften teilgenommen hat.

Justin NIermeier – absolviert gerade seine Trainer-Ausbildung

An seiner Seite arbeitet Nele Barwich, seit 2019 festes Mitglied im Nationalteam, mehrfache EM‑ und WM‑Starterin und aktuelle Deutsche Meisterin im Squirtboat.

Nele Barwich, Trainer C Kanu-Freestyle – Expertin auf und unter Wasser

Ergänzt wird das Team durch Marla Mertgen, Deutsche Meisterin im Wildwasser‑SUP, sowie die erfahrenen Übungsleiter Jürgen Sieg, Robert Fiedler, Fabian Gretenkort und Stefan Barwich, die seit vielen Jahren die Nachwuchsarbeit im Verein prägen. Beim Finale in Limburg unterstützte zudem Finn Krössig aus Bremen, World‑Cup‑Zweitplatzierter und ebenfalls Nationalteamfahrer, der den jungen Sportlern zusätzliche Impulse geben konnte.

Und das Ergebnis? Nele bringt es perfekt auf den Punkt: „Alle haben gezeigt, was sie sicher können – und einige sogar noch deutlich mehr!“

Vier Gesamtsiege – KCWD dominiert den Schüler‑Cup

Vorbereitung der U10 auf den Lauf
Bei Flutlicht am Playspot an der Obermühle
Ganz gechilled im Grünen

Die Ausgangslage nach Wiedenbrück und Neheim war schon stark – aber in Limburg haben unsere Kids richtig abgeliefert:

U10 Jungen – Dreifach‑Triumph

  1. Fjonn Blawid – Tagessieg & Gesamtsieg
  2. Ede Kölling
  3. Tilo Neukirch
Das “Treppchen des Mühlenrodeos” – Tagessieg geht an Fjonn, vor Ede und Tilo
Gleiche Reihenfolge im Deutschen Schüler Cup

U10 Mädchen

  • Bea Kölling – Tagessieg & Gesamtsieg
Tagessiegerin Bea beim Mühlenrodeo 2026
Und auch gleich schnell den deutschen Schüler Pokal 2026 abgeholt.

U12 Jungen

  • Ole Kölling – Tagessieg & Gesamtsieg Mit kraftvollen Cartwheels und einem fast perfekten Loop – ein Salto im Kajak – setzte er ein echtes Highlight.
Ole Kölling erringt nach Wiedenbrück und Neheim auch den Tagessieg beim Limburger Mühlenrodeo. Damit ging der deutsche Schüler Cup 2026 mit Maximalpunktzahl an ihn.
Die KCWD Youngsters

U14 Jungen

  • Malte Gersting – Tagessieg & Gesamtsieg Drei Rodeos, drei Siege, Maximalpunktzahl. Malte ließ die starke Konkurrenz aus Duisburg klar hinter sich.
Auch Malte Gersting entscheidet alle 3 Läufe für sich und holt den deutschen Schüer Cup U14 souverän nach Wiedenbrück.

Auch Trainerin Nele Barwich zeigte ihre Klasse:

  • 1. Platz Squirtboat Damen
Im Squirtboot gleiches Podium in Limburg wie bei der deutschen Meisterschaft in Bremen: Nele Barwich (KCWD) vor Ramona Woronow (KC Rheintreue Homberg) und Andrea Hacker (Kaufbeuren)
  • 2. Platz Kajak Damen hinter Nationalteamkollegin Lucia Hacker.
Damen Kajak: v.l. Nele Barwich (KCWD), Lucia Hacker (Kanu Schwaben Augsburg), Ariane Kahlau (Schweiz), Ramona Woronow (KC Rheintreue Homberg)

Teamgeist, Elternpower & Freestyle‑Familie

Was den KCWD ausmacht? Nicht nur sportliche Leistung, sondern echte Gemeinschaft. In Limburg waren Christina Kölling, Lukas und Kerstin Neukirch sowie Freddy Blawid als Eltern‑Support am Start – unverzichtbar für solche Events.

Das KCWD-Team in Limburg: v.l. Lukas und Kerstin Neukirch, Silas Forthoaus, Finn Krössig, Malte Gersting, Pia Kölling, Justin NIermeier, Ede Kölling, Tilo Neukrich, Fjonn Blawid, Ole Kölling , Nele Barwich, Christina Kölling
Team NRW

Die Freestyle‑Atmosphäre ist sowieso etwas Besonderes:

Das war das Mühlenrodeo 2026 – Auch 2027 sind wir bestimmt wieder beim KC Limburg am Start.

Gemeinsame Übernachtungen, Flutlichttraining, starke Verpflegung, Safety‑Boater, die sofort helfen, wenn jemand kentert. Ein Umfeld, in dem sich Kinder sicher fühlen, wachsen und über sich hinauswachsen. Der KC Limburg hat wieder einmal ein tolles Mühlenrodeo auf die Beine gestellt, wir kommen gerne wieder.

Ausblick: Lampionfahrt & Wildwasser‑Herbst

Nach der Wettkampfsaison kommt jetzt ein Highlight der gemütlichen Art:

3. Oktober – Lampionfahrt zum 70‑jährigen Vereinsjubiläum Ab 19 Uhr starten an der Antoniusbrücke bunt beleuchtete Boote mit kreativen Mottos – ein farbenfroher „Karnevalsumzug auf dem Wasser“.

In den Herbstferien geht’s dann wieder ins Wildwasser: Ferienfreizeit in Wildalpen an der steirischen Salza (WW3) – perfekte Bedingungen, um weitere Kids ins bewegte Wasser zu führen und die nächsten Schritte im Wildwasser zu gehen.

Text: Stefan Barwich

Fotos: Christina Kölling, Kerstin Neukirch, Freddy Blawid

Die Gesamtauswertung des deutschen Schüler Cups 2026:

Bericht in der Glocke 09/2026
Tilo Neukirch U10

Neue Verordnung für das NSG Lippeniederung in Sande im Gebiet des Kreises Paderborn

Am 21.08.2026 treten auf dem renaturierten Lippeabschnitt in Sande strikte Sonderregeln in Kraft, die den Kanusport massiv einschränken. Kanus und Kajaks sind nur noch bei Mindestpegel und unter zusätzlichen Auflagen erlaubt, während SUPs und Schlauchboote vollständig ausgeschlossen werden. Der Kanusport in OWL wird dadurch deutlich eingeschränkt, ist doch die Lippe nahezu der einzige strömende Kleinfluss mit kontinuierlich für den Kanusport ausreichender Wasserführung in der Region. Die neue Pegelgrenze verhindert nun aber an vielen Tagen im Jahr jede Befahrung, und zusätzliche Anmelde‑ und Registrierungspflichten schaffen bürokratische Hürden. Von Sport‑ und Ehrenamtsförderung kann unter solchen Bedingungen keine Rede sein. Naturschutz ist wichtig – doch er braucht Augenmaß und echte Beteiligung derjenigen, die das Gewässer seit Jahrzehnten verantwortungsvoll nutzen.

Die Zufahrt zu den Lippeschwällen zwischen Sande und Anreppen ist bei Pegel <90cm in Bentfeld nicht mehr erlaubt. Ein tieferes Einsteigen ist wegen des Uferbetretungsverbots nicht möglich.

Im Detail sieht die Verordnung folgendes vor:

Die Bezirksregierung Detmold hat eine neue Verordnung für den renaturierten Abschnitt der Lippe bei Sande unterhalb des Lippesees erlassen. Laut Amtsblatt gelten ab dem 21.08.2026 zwischen Kilometer 206,0 und 205,3 besondere Befahrungsbestimmungen.

Kanus und Kajaks auf der Lippe sind dort nur bei Mindestpegel (Bentfeld >90cm) und mit bestimmten Auflagen erlaubt. Alle anderen Wasserfahrzeuge wie SUP´s und Schlauchboote sind ausdrücklich nicht zulässig.

Eine Befahrung des Abschnitts ist generell unterhalb eines bestimmten Mindestpegels (Pegel Bentfeld <90cm) nicht mehr zulässig. Weitere Bedingungen, wie z.B. die Anmeldung der Bootskontingente auf der Seite der Bezirksregierung oder ein Uferbetretungsverbot, kommen hinzu. 
Der entsprechende Bedingungen, die erfüllt sein müssen, sind auf der Seite wilde-lippe zu finden.

Der Kanu-Verband NRW weist auf die neue Regelung hin, bleibt aber über den Bezirk 10 weiter in Gesprächen mit der Bezirksregierung aktiv. Der Gewässerführer, und damit auch die canua App und die Befahrungsregelungen des DKV sollen zeitnah angepasst werden.

Hier findet Ihr die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Lippe im kompletten Wortlaut. Auf der Seite wilde-lippe gibt es unter Service auch einen Kontakthinweis zur Bezirksregierung.

https://www.kanu-nrw.de/de/verband/aktuelles/kv-nrw-news/neue-verordnung-fuer-das-nsg-lippeniederung-in-sande-im-gebiet-des-kreises-paderborn/?returnToListName=News_Newsroom_Teaser_1495&returnToListPage=1&returnToModule=1495

Sommerfahrt 2026 nach Landeck

Wildwasser, Sonne und Kulinarisches in Tirol

Vom 18. bis 26. Juli 2026 zog es 14 Paddlerinnen und Paddler zur KCWD-Sommerfahrt nach Landeck in Tirol. Verstärkt wurde die KCWD-Gruppe durch Freunde vom KC Schieder, der SG Welper, FF Essen sowie dem vierbeinigen Wildwasserexperten „Canoe Dog Berthold”.

Canoe Dog Berthold entspannt sich am Einstieg der unteren Ötz.

Gemeinsam verbrachten sie eine sportlich anspruchsvolle und gleichzeitig ausgesprochen gesellige Woche in einer der schönsten Wildwasserregionen der Alpen.

Wie schon seit fast vier Jahrzehnten schlugen die Paddler ihr Lager auf dem familiär geführten Campingplatz Riffler in Landeck auf. Der Campingplatz ist für den KCWD längst zu einer zweiten Heimat geworden und bot erneut den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Touren auf den Flüssen Tirols und des Engadins.

Bei nahezu durchgehendem Sonnenschein, blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen wurden die Flüsse zur willkommenen Abkühlung. Die Wasserstände waren zwar vergleichsweise niedrig, boten aber auf allen befahrenen Strecken gerade noch ausreichend Wasser für abwechslungsreiche Wildwassertouren.

Auf dem Programm standen Klassiker der Alpenregion wie die Sanna oberhalb von Landeck, die Imster Schlucht und die Tösener Strecke auf dem Inn

Start in Imst
Einfahrt in die Imster Schlucht
Rainer und Marla auf dem SUP

sowie die eindrucksvollen Wildwasserstrecken des Schweizer Engadins mit der Scuolser Strecke und der spektakulären Giarsun-Schlucht.

Einmalig schön die Giarsun Schlucht im Engadin: Karsten und Fabian
Stefan und Christoph auf dem Inn bei Tarasp
Unsere Gäste Andrea und Markus aus dem Allgäu.
Christoph und …
Leo aus dem “Ruhrpott”
Christiane und David aus Emmerthal
Malerische Szene in Scuols
Fabian dreht das Heck gekonnt zur Felswand
Ralf meistert die Passage mit dem Gattino
Blauer Himmle, weiße Wolken, grüner Inn im Engadin

Besonders reizvoll waren zudem die Fahrten auf der Ötztaler Ache, sowohl auf der unteren Ötz ab Oetz als auch auf der oberen Ötz ab Sölden, sowie auf der unteren Venter Ache.

Start auf der Slalomstrecke in Ötz
Auf dem Weg zur Holzbrücke in Ötz
Sammeln im Kehrwasser bevor es in Richtung Sautens abwärts geht.
Die “Constructa” ist geschafft. Oles Herausforderungen wachsen Schritt für Schritt
Chillen am Ende der Imster Schlucht

Insgesamt kamen die Teilnehmer im Laufe der Woche auf bis zu 175 Kilometer Wildwasser.

Die Gruppe war dabei bewusst bunt gemischt: Erfahrene Wildwasserfahrer jenseits der 50 paddelten gemeinsam mit jungen Sportlern. Besonders im Fokus stand der erst 11-jährige Nachwuchspaddler Ole Kölling. Begleitet von erfahrenen Vereinskameraden machte er während der Woche einen beeindruckenden Entwicklungsschritt.

Mit viel Mut, Konzentration und Lernbereitschaft gelang ihm der erfolgreiche Einstieg in schweres Wildwasser der Klassen WW III bis IV. Seine rasante Lernkurve und die souveräne Bewältigung anspruchsvoller Passagen sorgten bei allen Mitfahrern für Begeisterung und zeigen eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verein.

Die untere Ötz

Neben den sportlichen Herausforderungen kam auch der gemütliche Teil nicht zu kurz. Gemeinsame Abendessen in den Restaurants von Landeck, entspannte Stunden am See, kleinere Wanderungen und viele Gespräche auf dem Campingplatz sorgten für beste Stimmung. Ein landschaftlicher Höhepunkt war für viele Teilnehmer die einzigartige Kulisse des Engadins rund um Scuol, das mit seinen Bergen, Schluchten und dem kristallklaren Wasser immer wieder beeindruckte.

Auch kulinarisch hatte die Sommerfahrt einiges zu bieten. Als besondere Delikatesse gilt inzwischen die legendäre Grillplatte beim „Landegger“, die von vielen Teilnehmern erneut zum inoffiziellen gastronomischen Höhepunkt der Woche gekürt wurde.

Gemeinsames Abendessen beim “Landegger”
Der Weg in die “Hall of Fame” führte über die Grillplatte

Am Ende waren sich alle einig: Die Sommerfahrt 2026 bot die perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und Vereinsgemeinschaft. Mit vielen gemeinsamen Erlebnissen, einigen neuen persönlichen Bestleistungen und jeder Menge schöner Erinnerungen im Gepäck trat die Gruppe die Heimreise nach Ostwestfalen an und freut sich bereits auf die nächste Wildwasserwoche in Tirol.

Auf dem Inn bei Tarasp

Fotos: Tanja Pilgrim-Barwich, Marla Mertgen, Fabian Gretenkort, Stefan Barwich

Text: Stefan Barwich