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Neue Verordnung für das NSG Lippeniederung in Sande im Gebiet des Kreises Paderborn

Am 21.08.2026 treten auf dem renaturierten Lippeabschnitt in Sande strikte Sonderregeln in Kraft, die den Kanusport massiv einschränken. Kanus und Kajaks sind nur noch bei Mindestpegel und unter zusätzlichen Auflagen erlaubt, während SUPs und Schlauchboote vollständig ausgeschlossen werden. Der Kanusport in OWL wird dadurch deutlich eingeschränkt, ist doch die Lippe nahezu der einzige strömende Kleinfluss mit kontinuierlich für den Kanusport ausreichender Wasserführung in der Region. Die neue Pegelgrenze verhindert nun aber an vielen Tagen im Jahr jede Befahrung, und zusätzliche Anmelde‑ und Registrierungspflichten schaffen bürokratische Hürden. Von Sport‑ und Ehrenamtsförderung kann unter solchen Bedingungen keine Rede sein. Naturschutz ist wichtig – doch er braucht Augenmaß und echte Beteiligung derjenigen, die das Gewässer seit Jahrzehnten verantwortungsvoll nutzen.

Die Zufahrt zu den Lippeschwällen zwischen Sande und Anreppen ist bei Pegel <90cm in Bentfeld nicht mehr erlaubt. Ein tieferes Einsteigen ist wegen des Uferbetretungsverbots nicht möglich.

Im Detail sieht die Verordnung folgendes vor:

Die Bezirksregierung Detmold hat eine neue Verordnung für den renaturierten Abschnitt der Lippe bei Sande unterhalb des Lippesees erlassen. Laut Amtsblatt gelten ab dem 21.08.2026 zwischen Kilometer 206,0 und 205,3 besondere Befahrungsbestimmungen.

Kanus und Kajaks auf der Lippe sind dort nur bei Mindestpegel (Bentfeld >90cm) und mit bestimmten Auflagen erlaubt. Alle anderen Wasserfahrzeuge wie SUP´s und Schlauchboote sind ausdrücklich nicht zulässig.

Eine Befahrung des Abschnitts ist generell unterhalb eines bestimmten Mindestpegels (Pegel Bentfeld <90cm) nicht mehr zulässig. Weitere Bedingungen, wie z.B. die Anmeldung der Bootskontingente auf der Seite der Bezirksregierung oder ein Uferbetretungsverbot, kommen hinzu. 
Der entsprechende Bedingungen, die erfüllt sein müssen, sind auf der Seite wilde-lippe zu finden.

Der Kanu-Verband NRW weist auf die neue Regelung hin, bleibt aber über den Bezirk 10 weiter in Gesprächen mit der Bezirksregierung aktiv. Der Gewässerführer, und damit auch die canua App und die Befahrungsregelungen des DKV sollen zeitnah angepasst werden.

Hier findet Ihr die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Lippe im kompletten Wortlaut. Auf der Seite wilde-lippe gibt es unter Service auch einen Kontakthinweis zur Bezirksregierung.

https://www.kanu-nrw.de/de/verband/aktuelles/kv-nrw-news/neue-verordnung-fuer-das-nsg-lippeniederung-in-sande-im-gebiet-des-kreises-paderborn/?returnToListName=News_Newsroom_Teaser_1495&returnToListPage=1&returnToModule=1495

Sommerfahrt 2026 nach Landeck

Wildwasser, Sonne und Kulinarisches in Tirol

Vom 18. bis 26. Juli 2026 zog es 14 Paddlerinnen und Paddler zur KCWD-Sommerfahrt nach Landeck in Tirol. Verstärkt wurde die KCWD-Gruppe durch Freunde vom KC Schieder, der SG Welper, FF Essen sowie dem vierbeinigen Wildwasserexperten „Canoe Dog Berthold”.

Canoe Dog Berthold entspannt sich am Einstieg der unteren Ötz.

Gemeinsam verbrachten sie eine sportlich anspruchsvolle und gleichzeitig ausgesprochen gesellige Woche in einer der schönsten Wildwasserregionen der Alpen.

Wie schon seit fast vier Jahrzehnten schlugen die Paddler ihr Lager auf dem familiär geführten Campingplatz Riffler in Landeck auf. Der Campingplatz ist für den KCWD längst zu einer zweiten Heimat geworden und bot erneut den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Touren auf den Flüssen Tirols und des Engadins.

Bei nahezu durchgehendem Sonnenschein, blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen wurden die Flüsse zur willkommenen Abkühlung. Die Wasserstände waren zwar vergleichsweise niedrig, boten aber auf allen befahrenen Strecken gerade noch ausreichend Wasser für abwechslungsreiche Wildwassertouren.

Auf dem Programm standen Klassiker der Alpenregion wie die Sanna oberhalb von Landeck, die Imster Schlucht und die Tösener Strecke auf dem Inn

Start in Imst
Einfahrt in die Imster Schlucht
Rainer und Marla auf dem SUP

sowie die eindrucksvollen Wildwasserstrecken des Schweizer Engadins mit der Scuolser Strecke und der spektakulären Giarsun-Schlucht.

Einmalig schön die Giarsun Schlucht im Engadin: Karsten und Fabian
Stefan und Christoph auf dem Inn bei Tarasp
Unsere Gäste Andrea und Markus aus dem Allgäu.
Christoph und …
Leo aus dem “Ruhrpott”
Christiane und David aus Emmerthal
Malerische Szene in Scuols
Fabian dreht das Heck gekonnt zur Felswand
Ralf meistert die Passage mit dem Gattino
Blauer Himmle, weiße Wolken, grüner Inn im Engadin

Besonders reizvoll waren zudem die Fahrten auf der Ötztaler Ache, sowohl auf der unteren Ötz ab Oetz als auch auf der oberen Ötz ab Sölden, sowie auf der unteren Venter Ache.

Start auf der Slalomstrecke in Ötz
Auf dem Weg zur Holzbrücke in Ötz
Sammeln im Kehrwasser bevor es in Richtung Sautens abwärts geht.
Die “Constructa” ist geschafft. Oles Herausforderungen wachsen Schritt für Schritt
Chillen am Ende der Imster Schlucht

Insgesamt kamen die Teilnehmer im Laufe der Woche auf bis zu 175 Kilometer Wildwasser.

Die Gruppe war dabei bewusst bunt gemischt: Erfahrene Wildwasserfahrer jenseits der 50 paddelten gemeinsam mit jungen Sportlern. Besonders im Fokus stand der erst 11-jährige Nachwuchspaddler Ole Kölling. Begleitet von erfahrenen Vereinskameraden machte er während der Woche einen beeindruckenden Entwicklungsschritt.

Mit viel Mut, Konzentration und Lernbereitschaft gelang ihm der erfolgreiche Einstieg in schweres Wildwasser der Klassen WW III bis IV. Seine rasante Lernkurve und die souveräne Bewältigung anspruchsvoller Passagen sorgten bei allen Mitfahrern für Begeisterung und zeigen eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verein.

Die untere Ötz

Neben den sportlichen Herausforderungen kam auch der gemütliche Teil nicht zu kurz. Gemeinsame Abendessen in den Restaurants von Landeck, entspannte Stunden am See, kleinere Wanderungen und viele Gespräche auf dem Campingplatz sorgten für beste Stimmung. Ein landschaftlicher Höhepunkt war für viele Teilnehmer die einzigartige Kulisse des Engadins rund um Scuol, das mit seinen Bergen, Schluchten und dem kristallklaren Wasser immer wieder beeindruckte.

Auch kulinarisch hatte die Sommerfahrt einiges zu bieten. Als besondere Delikatesse gilt inzwischen die legendäre Grillplatte beim „Landegger“, die von vielen Teilnehmern erneut zum inoffiziellen gastronomischen Höhepunkt der Woche gekürt wurde.

Gemeinsames Abendessen beim “Landegger”
Der Weg in die “Hall of Fame” führte über die Grillplatte

Am Ende waren sich alle einig: Die Sommerfahrt 2026 bot die perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und Vereinsgemeinschaft. Mit vielen gemeinsamen Erlebnissen, einigen neuen persönlichen Bestleistungen und jeder Menge schöner Erinnerungen im Gepäck trat die Gruppe die Heimreise nach Ostwestfalen an und freut sich bereits auf die nächste Wildwasserwoche in Tirol.

Auf dem Inn bei Tarasp

Fotos: Tanja Pilgrim-Barwich, Marla Mertgen, Fabian Gretenkort, Stefan Barwich

Text: Stefan Barwich