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Mads und Nele deutsche Vize-Meister im Kanufreestyle – EM-Ticket für Nele

Lange Zeit konnten die Kanufreestyler keine gemeinsamen Wettkämpfe austragen und nach 2 Online-Veranstaltungen freuten sich die deutschen Kanuten/innen auf das Wiedersehen in Plattling. Auf der Isarwelle wurde dann gleich mit der deutschen Meisterschaft und der Qualifikation für die Europameisterschaft in Paris im Oktober der nationale Saisonhöhepunkt ausgetragen. Am Start waren auch die Wiedenbrücker Paddler Nele und Mads Barwich.

Um sich vorzubereiten und fehlende Wettkampfpraxis auszugleichen, waren die beiden mit ihrer Mutter schon eine Woche vorher in Plattling angereist. Doch nicht Corona sondern, das Hochwasser der Isar bedrohte nun die Veranstaltung.

Der Regen in den Alpen und im Alpenvorland hatte die Isar über die Ufer treten lassen. Die Zeltwiese an der Isarwelle und vor allem die Zufahrt war überschwemmt.
Doch zunehmend schönes Wetter ließ die Flutwelle im Laufe der Woche abklingen und die Kanuten/innen schöpften
Hoffnung, daß am Samstag der behördlich genehmigte Maximalpegel von 260cm unterschritten wird und die deutsche Meisterschaft stattfinden konnte.

Doch zunächst mußte ein hochwassersicheres Quartier hinter dem Isardeich bezogen und dann bei ungewohnt hohem Wasserstand trainiert werden.

Die 18-jährige Nele im Sidesurf in der Isarwelle.
Das Setup zum Cartwheel muß gefunden werden.
Der 14-jährige Mads macht einen Loop.

Schnell gingen die Trainingstage vorbei und der Wettkampf nahte. Am Samstag hieß es “Ladies first” und die Mädchen gingen an den Start.

Nele und Merle konzentrieren sich. Für beide geht es nicht nur um die deutsche Meisterschaft der Juniorinnen, sondern auch um die Qualifikation zur Europameisterschaft, die im Oktober 2021 in Paris auf dem neugebauten Olympia Wildwasserkanal ausgetragen werden soll.
Die beiden Juniorinnen aus Nordrhein-Westfallen: Naya vom KC Zugvogel Köln und Nele vom Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda warten gespannt auf Ihren Start.
Vor dem Lauf: 45 Sekunden liegen vor Nele, in denen sie zeigen kann welche Tricks sie drauf hat.
Dann rein in die Walze und das Setup finden.
“Spitze rein zum Loop”
und dann geht`s rund.

Bei den Mädchen gab es sowohl in der Jugend (U16) als auch bei den Juniorinnen (U18) starke Konkurrenz. Die drei zur Verfügung stehenden Plätze für die EM und die deutsche Meisterschaft waren heiß umkämpft. Im Vorlauf konnte sich Nele knapp für das Finale der besten fünf Mädchen qualifizieren. Im Finale wurde es dann ganz eng. Der beste von drei Läufen zählte. Hinter der souveränen Siegerin Merle Hause hatten gleich drei weitere Mädchen gute Chancen ausgerechnet, die beiden noch freien Plätze im EM-Team zu sichern. Die Pforzheimerin Ida Wellensiek (U16) sichert sich schließlich den 2. Platz im EM-Team und die deutsche Jugendmeisterschaft. Zwischen Naya Daruwala aus Köln und Nele Barwich aus Wiedenbrück war es dann ganz knapp. Mit 3,33 Punkte Vorsprung setzte sich Nele gegen Naya durch und brachte die deutsche Vize-Meisterschaft der Juniorinnen und das EM-Ticket mit nach Hause an die Ems.

Siegerehrung der weiblichen Juniorinnen: v.l. Nele Barwich (Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda), Merle Hauser (KSR Südwest) und Naya Daruwala (KC Zugvogel Köln)

Am Sonntag standen dann die Wettkämpfe der Jungen und Herren auf dem Programm. Erster Starter war der 13-jährige Mads vom KCWD.

Gespanntes Warten auf den den Start.
Mit Schwung und Elan ging es in die Plattlinger Isarwelle.
Im Schaumberg souverän den Überblick zu behalten und die richtige Position für die Moves zu finden, ist nicht so leicht.
Doch Mads behielt den Überblick.

Der 13-jährige schaffte es, sich im Vorlauf unter den Top Ten der bis zu 18-jährigen deutschen Freestyle-Youngsters zu platzieren und zog damit ins Halbfinale ein.

Auf geht’s zum Entry-Move
Im Halbfinale galt es dann das Setup zu finden.
Und das Freestylekajak im Loop durch die Luft fliegen zu lassen.

Im Halbfinale erpaddelte Mads 103,33 Punkte und konnte sich bei den männlichen Schülern (U14) hinter Maximilian Nickmann vom KV Esslingen die deutsche Vize-Meisterschaft sichern.

Siegerehrung bei den männlichen Schülern: v.l. Mads Barwich (Kanu-Club Wiedenbrück-Rheda), Maximilian Nickmann (KV Esslingen), Linus Häfner (Ulmer Paddler)

So erpaddelten Nele und Mads jeweils, die deutsche Vize-Meisterschaft in ihrer Altersklasse und Nele zusätzlich die Teilnahme an der Europameisterschaft, die vom 7.-10.Oktober 2021 auf dem Wildwasserkanal in Vaires-sur-Marne bei Paris in Frankreich ausgetragen wird.

Nachfoldend ein Link zum offizielen Bericht von Holger Lenz zur deutschen Meisterschaft und EM-Qualifikation sowie die Ergebnisse zum Download:

https://www.kanu-freestyle.info/2021/08/14/die-zweite-freestyle-dm-in-zeiten-von-corona

Für beide Sportler ging es direkt im Anschluß an die Meisterschaften zur KCWD-Wildwasser Tour nach Lienz. Für Nele schließt sich eine weitere Wildwassertour im oberen Inntal und ein Trainingslager in Bratislava an, bevor es dann zur EM nach Paris geht.

Fotos: Rüdiger Hauser, Jo Wellensiek, Tanja Pilgrim-Barwich

Text: Stefan Barwich

Neheim Rodeo Online – KCWD Vorne mit dabei

Das Neheim Rodeo 2021 mußte coronabedingt online ausgetragen werden. Jeder Sportler mußte in der Neheimer Walze ein 45 Sekunden langes Video seines Freestylekönnens aufnehmen. Dieses wurde dann nach diversen Kriterien (ICF-Punkte, Style, NRW-Regularien) bewertet. Vorallem ging es darum viel Spass beim Paddeln zu haben und Kanufreestyle in NRW trotz Corona zum Leben zu erwecken.

Vom KCWD mit dabei:

Felicitas, Maximilian, Emanuel, Justin, Mads, Nele und Stefan

Wir können wieder gemeinsam Paddeln – Planung dazu am 17.06.2021, 20 Uhr online

Liebe Kanuten/innen,

die jetzt gültige Coronaschutzverordnung und das Sportamt der Stadt Rheda-Wiedenbrück geben uns grünes Licht für sportliche Aktivitäten in normaler Gruppenstärke.

Jetzt gilt es, die Vereinsaktivitäten unter Beachtung der allgemeinen Regeln wieder hochzufahren.

Das möchten wir mit euch am Donnerstag Abend um 20.00 online besprechen.

Alle interessierten Paddler, Übungs- und Fahrtenleiter sind herzlich eingeladen, gemeinsam die nächsten Aktivitäten, Trainings und Fahrten zu planen.
Über zahlreiche Teilnahme von Kids bis Oldies würden wir uns sehr freuen.
Der Link ist der gleiche wie beim Bootshaus@Home. Ihr könnt ihn bei Nils oder Stefan erhalten.

Wir können nun wieder gemeinsam aktiv werden und uns beim Paddeln treffen. Also seid dabei und engagiert euch, wenn wir die nächsten Aktivitäten für uns alle online planen:


Donnerstag, den 17.06.2021 um 20.00 Uhr

LG Rainer und Stefan

Von Paddelbuddys, Sportfreunden und der Pandemie

to buddy with sbd.         sich jd. anschließen

to be buddy                      mit jd. dick befreundet sein

to be bosom buddies    ein Herz und eine Seele sein

to paddle(engl.)              paddeln

„Bis wir zu einem normalen Training oder Kleingruppen zurückkehren können, wird es wohl noch einige Zeit dauern“ „Alleine paddeln ist doof.“ „Die aktuellen Regeln in NRW lassen Sport im Freien zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen  Hausstandes auf Sportanlagen unter freiem Himmel zu“ Zitate aus dem Dialog zwischen zwei aktiven Wiedenbrücker Kanuten.

Gleichzeitig war die Idee der Paddelbuddys geboren. Was steckt dahinter? Ein normaler Trainingsbetrieb findet auf absehbarer Zeit nicht statt. Der Kanu-Club möchte weiterhin die Paddelanfänger/-innen fordern und fördern, die kurz vor bzw. während der Pandemie den Kanusport für sich entdeckt haben. Jeder Neuling bekommt einen erfahrenen Paddler an die Seite gestellt – ein Team von zwei Leuten, einem „Großen“ und einem „Kleinen“ der eher nicht allein auf das Wasser kommen würde. Zwei Partner die auf langer Sicht zusammen die Flüsse der näheren und weiteren Umgebung erkunden und gemeinsam einen Sport ausüben. Wie oft bzw. wann die beiden zusammen trainieren bleibt ihnen überlassen, jedoch sollte es eine bestimmte Regelmäßigkeit geben und der Sportpartner immer derselbe bleiben.

Das Buddy-Prinzip stärkt durch die Pandemie hindurch die Gemeinschaft des Kanu-Clubs. Auch wenn das Vereinsleben, wie man es von der Vor-Corona-Zeit her kannte, derzeit nicht stattfindet gibt es immer noch Aktive die den Kanusport leben und erleben.

Im Allgemeinen fehlen den Kindern und Jugendlichen momentan coronabedingt außerfamiliär die sozialen Kontakte, Freunde, Möglichkeiten ihren Hobbys nachzugehen sowie weitere außerschulische Aktivitäten. Auch Kinder die vor Corona vollkommen gesund waren, bekommen derzeit riesige Probleme.

Dem beugt der Kanu-Club vor und sieht sich in einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Man verschafft Zugang zu einem naturnahen Sport, lehrt umweltverträgliches, nachhaltiges Verhalten und Selbstorganisation. Gespräche außerhalb des gewohnten, alltäglichen Umfeldes über Gott und die Welt geben Groß und Klein Gelegenheit sich besser kennen zu lernen, Meinungen auszutauschen, einfach mal zuzuhören was den anderen derzeit bewegt sowie von den Erfahrungen des anderen zu lernen.

Paddelbuddys Colin(r.) und Robert – ein eingespieltes Team

Silke und Gunnar – Paddelbuddys im Erwachsenenalter – auf der Ems nahe am Stadtholz
Feierabend! Justin(r.) und Nico haben sich auf der Slalomstrecke ausgepowert.